Betrügerische Online-Shops entlarven
Betrügerische Online-Shops sind oft gut getarnt – aber es gibt eindeutige Hinweise, die sie trotzdem entlarven. Bild © John Schnobrich / Unsplash

Da organisiert man sich das perfekte Internet-Schnäppchen – aber die Anlieferung dauert merkwürdig lang. Mehrere Millionen Internetnutzer in Deutschland mussten sich früher oder später eingestehen, dass sie einem sogenannten Fake-Shop auf den Leim gegangen sind. Wir erklären euch, wie ihr diese Netz-Fallen sicher umschifft.

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen und des "Marktwächter Digitale Welt" haben Internet-Betrüger mehr als vier Millionen Internetnutzer in Deutschland abgezockt (Stand: Juni 2018). Auch die Verbrauchschhutzminister der Länder sehen ein, dass es so nicht weitergehen kann.

Ihr Mittel der Wahl: Jeder, der eine deutsche Domain mit der Endung ".de" registriert, muss seine Identität überprüfen lassen, berichten "NDR" und "Süddeutsche Zeitung". Denn bisher lassen sich Internetadressen fast so leicht registrieren wie ein Fake-Account auf Insta.

Wie der Identitäts-Check für ".de"-Domains in der Praxis aussehen soll, steht leider noch in den Sternen. Deshalb geben wir euch hier fünf Tipps, mit denen ihr selbst ausgefuchste Shopping-Attrappen im Internet enttarnen könnt.

#1 Die Internetadresse

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found YOU FM Redakteurin Caro erklärt, worauf ihr beim Online-Shopping achten solltet

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Passt der Inhalt wirklich zur Adresse? Manche Vertipper in der Internetadresse führen unverhofft auf Internetseiten von Abzockern. Achtet außerdem darauf, dass vorne bei "http" noch zusätzlich ein "s" steht. Das ist ein Zeichen für Seriosität. Natürlich gibt das keine hundertprozentige Sicherheit, aber es ist ein erstes, gutes Zeichen. Verstärkt wird das mit einem kleinen Schloss-Symbol vor dem Link.

#2 Die Preise

Für die Preise gilt: "Zu schön um wahr zu sein", ist ziemlich sicher ein Fake. Vergleicht daher das Angebot mit den Preisen auf anderen bekannten Online-Shops und Vergleichsportalen.

#3 Der Button

Eure Alarmglocken sollten läuten, wenn ihr Kauf-Buttons mit Beschriftungen wie "Anmelden", "Bestellen", "Weiter" oder "Bestellung abgeben" seht, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Für den Kaufprozess gibt es gesetzlich konforme Formulierungen und die lauten zum Beispiel: "zahlungspflichtig bestellen", "kostenpflichtig bestellen", "Zahlungspflichtigen Vertrag abschließen" oder schlicht "kaufen" und "Jetzt kaufen".

#4 Die Bewertungen

Gerade bei Online-Händlern auf eBay und Amazon sowie Preisvergleichsportalen lohnt sich ein Blick in die Bewertungen. Doch Vorsicht: Ausschließlich positive Bewertung sollten ebenso misstrauisch machen wie zu viele negative Bewertungen. Online-Betrüger wissen um die Macht von Nutzer-Bewertungen und zahlen für gute Bewertungen.

#5 Die Zahlungsmethode

Wenn euch ein Online-Shop nur die Wahl lässt, per Vorkasse, Sofort-Überweisung oder Gutschein zu bezahlen, dann lasst davon die Finger weg, rät der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Sendung: YOU FM - Dein Samstagmorgen, 25.05.2019, 10:00 Uhr

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