Passwortmanager

Immer wieder sorgen Passwort-Pannen für Schlagzeilen. Anfang des Jahres zum Beispiel löste ein 20-Jähriger aus dem Vogelsberg Panik aus, nachdem er Passwörter von Prominenten geknackt hatte. Das Thema ist natürlich immer noch aktuell – wir brauchen bessere Passwörter! Passwort-Manager können dabei helfen.

Was ist ein gutes Passwort? Dass ihr keine Haustiernamen oder "123456" verwenden solltet, um eure Konten zu schützen, ist eigentlich klar.

Außerdem solltet ihr folgende Aspekte beachten:

  1. Je länger desto besser: Zwölf Zeichen sind besser als acht. Merkt euch das Passwort zum Beispiel mit der Songtext-Methode: "I took a pill in Ibiza, to show Avici I was cool" wird dabei zu "ItapiItsAIwc". Sonderzeichen und Zahlen werden zwar überschätzt, schaden aber auch nicht. Fertig ist: "1tapi!tsAIwc".
  2. Schützt besonders sensible Daten mit der 2-Faktor-Authentifizierung: Das kann zum Beispiel ein Code sein, den ihr per SMS oder E-Mail bekommt und den ihr zusätzlich zum Passwort eingeben müsst. Viele Anbieter wie Google oder Amazon bieten inzwischen 2FA an.
  3. Für jeden Account ein anderes Passwort: Wenn ihr euch die vielen unterschiedlichen Zugänge nicht merken könnt, kann euch ein Passwort-Manager helfen.
Arbeit am Laptop

Davon gibt es inwzischen eine ganze Menge. Die Treffer im Google Play- oder App-Store überhäufen sich, wenn ihr sie nach Passwort-Managern durchsucht. Jeder will der Sicherste, der Zuverlässigste sein. Stiftung Warentest hat vor etwa einem Jahr neun solcher Apps getestet, nur vier wurden als "empfehlenswert" eingestuft. Eine von ihnen ist der Testsieger "Dashlane". Diese App gibt es für iOs und Android in der Basisversion kostenlos (nach dem ersten Monat kostet die Premiumversion 40 Euro im Jahr).

Wie funktioniert so ein Passwort-Manager?

Die Idee hinter einem Passwort-Manager ist denkbar simpel: Ihr könnt all eure Zugangsdaten bequem an einem Ort bündeln. Diese werden mit einem sogenannten Master-Passwort gesichert. Mit dem könnt ihr euch in die App einloggen und euch alle eure Passwörter anzeigen lassen. Interessant dabei: Das Master-Passwort muss nicht besonders verschwurbelt und voller Sonderzeichen sein – es geht nur um die Länge. Meins ist zum Beispiel ... Spaß.

Wie nervig ist es, einen Passwort-Manager zu benutzen?

Audiobeitrag

Audio

zum hr3.de Audio Einfach und sicher: So schützen Passwortmanager Eure Daten

Mit Passwortmanager sicherer durchs Internet
Ende des Audiobeitrags

Geht so. Neue Accounts und Passwörter zu eurer Sammlung, dem sogenannten Tresor, hinzuzufügen ist einfach. Einmal gespeichert könnt ihr eure Passwörter ganz leicht aus der Dashlane-App in andere Apps wie Facebook kopieren. Wenn ihr für alles eure alten Passwörter weiterverwendet und Dashlane nur als zentrale Sammelstelle nutzt, ist die Handhabung wirklich simpel. Und sogar komfortabel: Denn Dashlane meldet euch automatisch bei den verknüpften Accounts an – und das auf dem Handy auf und auch im Browser.

Nervig wird es erst, wenn ihr neue Passwörter anlegt. Aber sind wir mal ehrlich: Deshalb sind wir wir ja schon auch irgendwie hier: um das alte "123456", das wir bisher überall verwenden, doch endlich mal zu ersetzen. Und genau hier hat die App Schwächen.

Synchronisierung auf mehreren Geräten funktioniert schleppend

Angenommen ihr wollt bei Facebook endlich ein sicheres Passwort. "Schnucki123" soll der Vergangenheit angehören. Dann könnt ihr euch mit dem Passwort-Generator ein neues kreieren lassen – soweit, so gut. Allerdings: Um das Passwort auch wirklich zu ändern, müsst ihr es nicht nur im Passwort-Manager, sondern auch bei Facebook selbst ändern. Und hier wird es anstrengend, nicht nur wegen der manuellen Klickerei. Denn: Während die Handy-App schon das aktuelle Passwort verwendet, kann es euch passieren, dass in der Browser-App noch das alte gespeichert ist. Bis das geändert ist, kann es schon mal ein paar Minuten oder mehrere Anläufe dauern.

Und wie sicher ist das, wenn alle Passwörter an einem Ort liegen?

Passwortmanager Screenshot

Ein großes Thema bei Passwort-Managern ist die Sicherheit. "Dashlane" schreibt auf der offiziellen Homepage, dass eure Daten weder auf den Geräten, noch auf ihren Servern irgendwo gespeichert werden. Außerdem werden eure Daten gut verschlüsselt. Hundertprozentige Sicherheit gibt es zwar nie, aber sicherer als das eine Passwort für alles, das ihr im Kopf habt, ist ein Passwort-Manager auf jeden Fall.

Sendung: YOU FM Worktime, 09.01.2019, 13:00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt

Webstreams

voting voting

Du bestimmst die YOU FM Playlist und hörst, was du wirklich hören willst.

Dein Song-Feedback
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit