Freddie im Friedrichsdorfer Schwimmbad

Große Hitze in Hessen – was gibt's da Schöneres, als in ein kühles Schwimmbecken zu springen? Aber: In Hessen fehlen 400 Bademeister. YOU FM Moderatorin Freddie hat sich den Bademeister*innen-Job mal angeschaut und festgestellt, dass dazu viel mehr gehört, als nur am Beckenrand zu sitzen.

Während wir uns im heißen Sommer im Schwimmbad abkühlen, passen andere Menschen auf, dass uns dabei nichts passiert. Der Beruf des Bademeisters ist sehr anspruchsvoll, obwohl es für uns so aussieht, als ob sie den ganzen Tag nur entspannen.

Bademeister tragen eine große Verantwortung

Maximilian Faber Badleiter Freibad Friedrichsdorf und Freddie

"Für viele sitzt der Bademeister nur am Beckenrand, blickt aufs Wasser und lässt es sich gut gehen. Die Wenigsten wissen, was an dem Beruf eigentlich dranhängt", erzält Maximilian Faber, Badleiter im Freibad Friedrichsdorf, im YOU FM Interview. Dabei tragen die Bademeister eine große Verantwortung, dass sich im Wasser niemand verletzt oder ertrinkt.

Die Aufseher müssen die ganze Zeit alle Becken im Blick haben. Im Rutschbecken ist zum Beispiel immer viel los. "Die Wasserrutsche ist ein großes Thema. Ich muss darauf achten, dass kein Wasser gestaut und der vorgegebene Abstand eingehalten wird", erklärt Max.

Eine Ausbildung dauert drei Jahre

Tizian Azubi Freibad Friedrichsdorf

Tizian absolviert derzeit eine Ausbildung zum Bademeister. Er muss zugeben, dass ihn der Job ganz schön fordert. "Mittagspause ist nicht! Als nächstes säubere ich die Sauna. Wir erledigen hier unter anderem auch noch Hausmeisteraufgaben selbst, wie zum Beispiel Hecken schneiden oder Rasen mähen. Hier in dem Beruf ist man alles", sagt der Auszubildene. Tizian ist mit 18 Jahren schon in seinem zweiten von insgesamt drei Ausbildungsjahren.

Der Job muss attraktiver werden

Es ist ein harter Job, trotzdem hat Tizian Spaß an seiner Arbeit im Freibad und empfiehlt den Ausbildungsberuf weiter: "Ich bin ehrlich, es ist schwierig. Ein Nachteil ist zum Beispiel, dass man auch mal am Wochenende arbeiten muss. Und wenn man ein tolles Bad und gute Kollegen hat, ist es eigentlich super." Um Schichtarbeit kommt man als Bademeister einfach nicht herum.

Videobeitrag

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zum Video Freddie macht's - Bademeisterin im Freibad

Freddie Interview Badeleiter
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Ein weiterer Grund für die geringe Nachfrage ist die Bezahlung. Der Verdienst in dem Beruf ist nicht besonders hoch, kritisiert auch der Landesverband der Schwimmeister. Das Einstiegsgehalt eines ausgebildeten Bademeisters liegt bei etwa 2000 Euro (brutto) im Monat. Zudem sind Überstunden keine Seltenheit.

Weitere Informationen

So wird man Bademeister*in

Bademeister*in wird man durch die duale Ausbildung zum "Fachangestellten für Bäderbetriebe". Neben dem Beaufsichtigen der Badegäste gehört auch Verwaltungsarbeit und die Überwachung der technischen Anlagen zum Job. Man überwacht außerdem den pH-Wert, Chlorgehalt und die Wasserqualität. Das Gehalt liegt laut Bundesagentur für Arbeit im ersten Ausbildungsjahr bei etwa 753 Euro im Monat.

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Sendung: YOU FM, Der schöne Nachmittag, 24.07.2019, 14:00 Uhr

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