Freddie macht's Bundespolizei

Die Bundespolizei sucht dringend neue Leute. Junge Menschen, die lieber in Kampfmontur ein Fußballspiel bewachen, als den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Klingt wie ein Job für Freddie! Bundespolizist Max hat sie einen Tag lang gedrillt.

Die Oma von Max war skeptisch: "Oh Gott", dachte sie, "der arme Bub, was macht er da nur?" Aber Max hat's durchgezogen – und inzwischen ist die Familie einverstanden mit seinem Job bei der Bundespolizei.

Freddie macht's Bundespolizei

Max' Arbeit: Grenzen sichern, Flughäfen und Bahnhöfe bewachen oder auch Fußballspiele und Demos – nicht ungefährlich. Beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg zum Beispiel wurde ihm schon ein bisschen mulmig: "Das war ein Level der Aggression des Gegenübers, das kannte ich so noch nicht, die ganzen Straßen haben gebrannt. Aber im Endeffekt ist alles gut gegangen."

Freddie will's wissen

So sehr zur Sache geht's für Freddie aus dem schönen Nachmittag nicht. Aber allein das Anziehen der Montur ist schon eine sportliche Höchstleistung. Flammenfeste Leggins und Longsleeve, Hose, Jacke und dann Beinschoner und Armschoner drüber. Dazu ein Gürtel mit Waffe, Schlagstock und Pfefferspray. Nicht gerade das Outfit, in dem man sonst so Sport macht – aber genau das passiert: Freddie und Max laufen 300 Meter, die Freddie vorkommen wie mehrere Kilometer.

Zitat
„Ich find's krass, wie du ganz normal neben mir herläufst, als wäre gar nichts und ich höre mich an wie ein Ballon, der immer mehr Luft verliert.“ Zitat von Freddie
Zitat Ende

Als Bundespolizist muss Max fit sein. Jede/r Bundespolizist*in muss einen Fitnesstest bestehen, um überhaupt genommen zu werden. Weil dabei immer eine Menge Leute ausgesiebt wurden, hat die Bundespolizei die Anforderungen dieses Jahr gesenkt. Statt Liegestütze und Weitsprung müssen Bewerber*innen nur noch einen sogenannten Pendellauf machen, bei dem sie ihre Geschwindigkeit und Wendigkeit unter Beweis stellen müssen.

Freddie macht's Bundespolizei

Und auch beim Diktat sind mehr Fehler erlaubt. Diktat? Genau, "so, wie man es aus der Schule kennt", sagt Max. "Da steht dann ein uniformierter Beamter vor einem, der einen Text vorliest. Man darf das handschriftlich niederschreiben und dann setzt er seinen Rotstift an."

Doch als Bundespolizist*in sitzt man nicht den ganzen Tag im Büro – im Gegenteil: "Der Job ist was für jeden, der einen abwechslungsreichen Beruf möchte, gerne mit Menschen zu tun hat, ein bisschen abenteuerlustig ist und gerne viele neue Sachen sieht", sagt Max. Außerdem dürfe man sich nicht zu schade sein, auch am Wochenende zu arbeiten.

Belohnt wird er mit einem tollen Team: "Wir sind ein großer Haufen, wir verstehen uns alle gut und wenn es was zu besprechen gibt, dann setzt man sich nach dem Dienst auch mal zusammen, trinkt ein Bierchen und redet über das, was passiert ist", weiß Max den Zusammenhalt zu schätzen.

Einmal Nachwuchs, bitte!

Die Bundespolizei sucht dringend neue Leute. Im letzten Herbst waren die Beamten sogar mit einem Escape-Room auf Deutschland-Tour. Dieses Jahr gab's ein Challenge-Video auf YouTube, in dem sich zwei bekannte Youtuber mit ihren Polizei-Skills battlen durften. Alles, um die passenden Bewerber*innen zu finden.

Freddie macht's Bundespolizei

Das Problem sind gar nicht die Zahlen – 33.000 junge Menschen wollten letztes Jahr eine Ausbildung bei der Bundespolizei anfangen. Aber: Ein Großteil der Anwärter*innen war nicht geeignet. Einen Job bekommen haben nur 2.850. Damit sind 6.900 Stellen bei der Bundespolizei nach wie vor offen.

Problem: Beamtenmentalität

Freddie macht's Bundespolizei

Viele interessieren sich vor allem für den Beamtenstatus, den man alles Bundespolizist*in hat. Weniger für die tatsächlichen Aufgaben – erklärte ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt letztes Jahr im Deutschlandfunk. "Klar", sagt Max dazu, "es bietet natürlich viele Vorteile [Beamter zu sein]. Aber nur um den Status zu haben, den Beruf zu wählen? Dann sollte man vielleicht lieber zum Finanzamt gehen."

Da schwitzt man auch nicht so. Denn Freddie kommt ganz schön ins Schwitzen. Vor allem als sie Max' Kollegen Kevin entwaffnen soll:

Videobeitrag

Video

zum Video "Lassen Sie den Baseballschläger fallen!"

Freddie beim entwaffnen
Ende des Videobeitrags
Zitat
„Du warst wirklich überragend gut. Trotzdem würde ich dir empfehlen, beim Radio zu bleiben.“ Zitat von Bundespolizist Max über Freddies Performance
Zitat Ende

Wenn ihr bei euch mehr Potenzial seht, könnt ihr euch noch bis Ende Januar bei der Bundespolizei bewerben.

Weitere Informationen

Diese Jobs hat Freddie schon ausprobiert

Ende der weiteren Informationen

Sendung: Der schöne Nachmittag, 21.01.2020, 13:30 Uhr

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