Links eine weiße Reihenhaus-Reihe, rechts sitzt Alex lächelnd auf einem Ledersofa

Ihr habt schon ein bisschen Kapital angespart, aber eure Rente sieht echt mau aus? Dann hat Alex ein paar Tipps für euch - er macht Privatleute fit für's Immobiliengeschäft.

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Was ist besser: selbst bewohnen oder vermieten?

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Alex arbeitet für das StartUp "Immocation". Er weiß, Immobilien sind nicht nur was für Superreiche. Denn wer früh anfängt, kann sich auch mit kleinem Kapital später im Leben als Vermieter über ein beträchtliches Zubrot freuen. Allerdings gibt's dabei ein paar Sachen zu beachten.

Wie viel Kredit kriege ich?

Klar ist: Ohne Kredit ist Immobilienkauf selten möglich. Selbst wenn man die Möglichkeit hat, den vollen Kaufpreis von der Bank finanziert bekommen, heißt das aber nicht, dass es ganz ohne Eigenkapital geht! Denn zum Kaufpreis kommen noch Nebenkosten hinzu. Das sind beispielsweise die Notarkosten, die Grunderwerbssteuer, die Grundbucheintragung und gegebenenfalls noch eine Maklergebühr. Im Durchschnitt sind das zusammen ungefähr zehn Prozent des Kaufpreises. "Wenn man sagt, man kauft sich eine kleine Wohnung, die kostet beispielsweise 100.000 Euro, dann muss man mit ungefähr 10.000 Euro Kaufnebenkosten rechnen, die man mindestens selbst vorhalten sollte." Solche Kosten werden von den Banken normalerweise nicht gedeckt.

Eigenheim ist nichts für den Anfang

Ob Eigenheim oder Vermietung für euren Geldbeutel besser ist, kann Alex ganz klar beantworten: "Auf finanzieller Basis empfehle ich die vermietete Immobilie, einfach weil man jetzt schon vorsorgt für sein Alter." In spätestens 30 Jahren ist die Immobilie abbezahlt und ermöglicht euch im Alter durch die Mieteinnahmen ein regelmäßiges, zusätzliches Einkommen. Und die Immobilie für den Eigenbedarf? "Die kann dann irgendwann, vielleicht in zehn Jahren, wenn einfach mal der Job sicher ist, wenn auch Eigenkapital angespart ist und auch vielleicht das Familienglück vor der Tür steht, mit eingeplant werden. Aber meine Empfehlung wäre hier erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Und mit Arbeit versteh' ich jetzt erst einmal die Investition und dann den Konsum."

Was kaufe ich?

Stadtwohnung oder Landhaus? Was rechnet sich mehr? "In der Stadt sind die Preise aktuell sehr, sehr hoch und ein Ende ist da noch nicht in Sicht. Ich selbst würde jetzt schon Abstand nehmen, in der Innenstadt zu diesen Preisen in München oder Frankfurt etwas zu kaufen." Ganz raus aufs Land lohnt sich aber auch nicht, denn für den Wert einer Immobilie ist die Infrastruktur der Umgebung entscheidend. "Von daher bieten sich also die Speckgürtel ganz gut an. Das sind so die kleineren Städte und Gemeinden rund um die großen Städte, die ganz gut angebunden sind."

Und was mache ich ohne Geld?

Wer weniger als 2000 Euro im Monat verdient, hat es schwer, das nötige Geld für Immobilien zusammenzusparen. "Es gibt Möglichkeiten über Bürgschaften, über die Eltern oder über Freunde, die vielleicht Geld haben. Aber das muss nicht der richtige Weg sein." Für jemanden, der einfach wenig Geld verdient, ist eine Mietwohnung gar nicht das Verkehrteste: Als Mieter hat man mehr Flexibilität. Man kann den Standort wechseln, man kann die Wohnung wechseln. "Aber wenn der Gedanke einfach so gereift ist, dass man ins Eigenheim möchte, muss man an seiner finanziellen Situation versuchen, etwas zu ändern. Und dann sollte da der Fokus darauf gelegt werden: Wie schaffe ich es, vielleicht eine Gehaltserhöhung zu bekommen?" Vielleicht muss man den Job wechseln oder umschulen. "Für diejenigen, die - so blöd es sich anhört - dieses Einkommensniveau nicht haben, ist möglicherweise die Miete doch die bessere Alternative." Denn letztlich bleiben Immobilien doch immer eines: teuer.

Spartipps für den kleineren Geldbeutel hat Hava Missimi für euch!

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