Nura
Seit Herbst 2018 gehen Nura und ihre ehemalige Bandkollegin Juju getrennte Wege. Bild © Universal/Niculai Constantinescu

2018 war Schluss mit Deutschlands wohl bekanntestem weiblichem Rapduo SXTN. Nun hat Nura ihre erste Soloplatte vorgelegt. Warum sie darauf mehr singt als rappt und wie das Line-up ihres eigenen Festivals aussehen würde, hat sie im YOU FM featuring FLEX FM Interview erzählt.

Ende März ist Nuras Solodebüt "Habibi" erschienen. Ausschlaggebend für den Titel war nicht, dass das Wort im Deutschrap und der Jugendsprache fest etabliert ist, sondern Nuras voller Name: Nura Habib Omer. Für die Berliner Künstlerin hat Habibi außerdem eine tieferliegende Bedeutung: "In der Familie wurden alle immer so genannt. Deswegen verbinde ich das Wort mit Liebe und schönen Sachen", erzählt Nura im YOU FM featuring FLEX FM Interview.

Damit trägt Nuras Debüt aber auch den gleichen Namen wie das 2016 veröffentlichte Album "Habeebeee" des Rappers Nimo - wenn auch in anderer Schreibweise. Um auf Nummer Sicher zu gehen hat Nura Nimo vorher Bescheid gegeben, erklärt sie im Gespräch mit YOU FM featuring FLEX FM Moderator Simon. Für Nimo war die Dopplung kein Probem, immerhin kannte er seit einer Begegnung auf dem Splash" Festival Nuras ganzen Namen und wusste, dass der Albumtitel eine besondere Bedeutung für sie hat.

Gesang statt Rap

Nura
"Habibi ist 100 Prozent Nura", sagt die Berlinerin über ihr neues Album. Bild © Universal/Niculai Constantinescu

Obwohl Nura und Juju mit SXTN sich als Rapperinnen einen Namen in der deutschen Musikszene gemacht haben, widmet sich Nura solo vor allem dem Gesang. "Mich macht das glücklich und wenn das bei den Leuten ankommt, ist es auch nice", findet Nura. "Und wenn es nicht ankommt, haben sie dann halt leider Pech gehabt". Nach dem Track "babebabe", den sie gemeinsam mit Sam aufgenommen hat, habe sie keine Lust mehr gehabt, etwas zu machen, was sie gar nicht mehr so krass fühle, erzählt Nura. Vor dem Start ihrer Solokarriere habe sie sich oft anpassen müssen. Damit ist es jetz vorbei: "Habibi ist 100 Prozent Nura", sagt sie.

Dass die 30-Jährige auch als Solo-Act gefragt ist, beweist sie mit 19 Festivalauftritten in diesem Jahr. Wenn sie selbst ein Festival ausrichten würde, bestünde ihr Wunsch Line-up aus Artists wie Ace Tee und Kwam.E, Ahzumjot, OG Keemo, Mashanda, Rola und Eunique. Für Nura liefern vor allem weibliche Künstlerinnen bei ihren Shows ordentlich ab: "Eigentlich könnte ich auch nur ein Festival mit Weibern machen", sagt sie. Frauen geben sich ihrer Meinung nach etwas mehr Mühe als die männlichen Kollegen. "Ich wurde in letzter Zeit echt enttäuscht von Gangsta-Rapper-Liveshows", so Nura.

"Straßen-Sozialassistentin"

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Im Track "Radio" spricht Nura auch darüber, dass es einige Momente in ihrem Leben gab, in denen sie glaubte, ihre Zukunft verkackt zu haben: Zum Beispiel als sie eine Ausbildung zur Sozialassistentin begonnen hatte und frei bekommen wollte, um mit ihrer damaligen Band auf Tour zu gehen. Eine Entscheidung, die sie später bereute: Weil sie auf Tour ging, flog sie von der Schule. Dem Job der Sozialassistentin fühlt sie sich nach wie vor verbunden und sieht Parallelen zu ihrem aktuellen Job als Musikerin: "Ich bin eigentlich Sozialassistentin, keine anerkannte, eher so Straßen-Sozialassistentin", sagt sie lachend.

Nura
Nura wäre heute wohl Erzieherin, wenn es mit der Karriere als Musikerin nicht geklappt hätte. Bild © Niculai Constantinescu

Die Sängerin ist gerne unter Menschen und genießt die Nähe zu ihren Fans. Diese sind wie eine Großfamilie für sie. Und auch wenn sie die Aufmerksamkeit ihrer "Habibis", wie sie sie liebevoll nennt, sehr genießt, will Nura nicht, dass sich ihre Fans zu sehr an ihr orientieren, etwa wenn es ums Kiffen geht. "Ich bin nicht perfekt und ich will gar nicht, dass die sich ein Beispiel an mir nehmen."

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Sendung: YOU FM featuring FLEX FM, 25.04.2019, 22:00 Uhr

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