Susanka verkauft ihren Gebrauchten

Neues Jahr, neues Auto! Susanka aus der besten Morningshow der Welt verkauft ihren alten Diesel. Doch was passiert eigentlich mit dem Fahrzeug, das sie jahrelang überall hingebracht hat? Wir haben für euch herausgefunden, welchen Weg ihr alter Diesel zurücklegt.

Susankas alter Wagen ist schon seit Jahren auf den Straßen unterwegs und hat etliche Dellen abbekommen - Zeit für was Neues! Die gebrauchte Karre verkauft sie an einen Autohändler. Einer, der euch auf öffentlichen Parkplätzen seine Visitenkarte in die Tür steckt. Dieser Autohändler hat gute Kontakte und verkauft den Diesel weiter an einen Auto-Exporteur, der die Karre zum Hamburger Hafen fährt.

Mit dem Schiff nach Westafrika

Im Hafen wird Susankas PKW mit hundert weiteren Autos in Container gestopft und auf ein Schiff verladen. Gut möglich, dass er dabei ein paar Dellen und Kratzer abbekommt oder sogar einen Spiegel verliert. Das ist aber egal, denn wichtiger ist es, dass jeder Millimeter im teuren Frachtraum ausgenutzt wird. Ist das Schiff voll, nimmt es meist Kurs nach Benin in Westafrika.

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Nach zweiwöchiger Fahrt auf dem Atlantischen Ozean legt das Schiff schließlich in Westafrika an. In Benin - einem der ärmsten Länder der Welt - kommt über ein Drittel aller Fahrzeuge für den afrikanischen Markt an. Dort verkauft der Exporteur den Susankas Wagen und macht pro Fahrzeug zwischen 500 und 1.000 Euro Gewinn.

Gebrauchtwagen in Afrika leben länger

In Afrika haben gebrauchte PKW eine längere Laufzeit, weil weite Teile des Kontinents trocken sind und die Autos weniger rosten. Allerdings sind die Abgase ein Problem - genauso wie in Deutschland. Luftverschmutzung und Atemwegserkrankungen nehmen auch in Afrika messbar zu. Aber ausgerechnet Dieselfahrzeuge, besonders von deutschen Marken (VW, BMW, Audi, Opel, Mercedes), sind bei den Afrikanern sehr beliebt und gelten als coole Statussymbole.

Umwelt wird weiter verschmutzt

Autoabgase Afrika

Susankas alter Diesel wird also knapp 5.000 Kilometer weiter südlich über die Landschaft rollen. Zunächst ist er zwei Wochen in einem engen Container eingesperrt, bevor er in Benin an Land geht und ihn ein neuer Besitzer kauft. In Westafrika rostet er zwar nicht so schnell, verschmutzt aber dort genau wie in Deutschland die Umwelt. Darüber muss sich jeder bewusst sein, der sein Auto an einen Zwischenhändler verkauft.

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60.000 Fahrzeuge pro Jahr gehen nach Afrika

Schätzungen zufolge exportiert die gesamte westliche Welt 1,2 Millionen Gebrauchtwagen pro Jahr nach Afrika. Offiziell werden aus Deutschland 60.000 Fahrzeuge im Jahr exportiert. Doch inoffiziell sind es wohl viel mehr. Zwischen der EU und einigen afrikanischen Staaten bestehen Freihandelsabkommen in Bezug auf Autos. Es gibt Zollerleichterungen und Umweltschutzvereinbarungen. Alles Regeln, die Händler über Beziehungen und Schmiergelder allerdings leicht umgehen können. Außerdem haben viele afrikanische Länder kein großes Interesse an einer Umsetzung, denn sie wollen, dass eure Gebrauchten ins Land kommen. Die Nachfrage in Afrika wächst, denn viele Menschen leben von den Autos. Unsere alten Autos landen aber nicht nur in Afrika - viele Gebrauchte werden auch in andere Länder exportiert.

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Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 11.12.2018, 05:00 Uhr

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