CO2 Kompensation

In Deutschland stößt jeder von uns im Jahr durchschnittlich rund elf Tonnen CO2 aus. Das ist viel zu viel! Um das Klimaziel, die weltweite Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu beschränken, zu erreichen, können wir alle etwas tun. Wie ihr euren CO2-Ausstoß ausgleichen könnt, erfahrt ihr hier.

Deutschland gehört zu den größten Klima-Sündern der Welt. Das soll sich ändern. Ein aktueller Vorschlag von Bundesumweltministerin Schulze ist, die Flugpreise zu erhöhen: "Es kann nicht sein, dass auf bestimmten Strecken Fliegen weniger kostet als Bahnfahren", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post".

So funktioniert CO2-Kompensation

Es gibt aber jetzt schon Lösungen, wie ihr euren CO2-Ausstoß kompensieren könnt, zum Beispiel bei Flugreisen. Bei einem Flug von Frankfurt nach Barcelona stößt jeder Passagier 550 Kilogramm CO2 aus, als Ausgleich zahlt man dafür 13 Euro.

Bei weiteren Flügen wird der Preis deutlich teurer und das Ganze funktioniert bei allem, nicht nur beim Fliegen. Natürlich wird das CO2 durch die Kompensation nicht weggezaubert, sondern nur indirekt ausgeglichen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found YOU FM Redakteur Joe erklärt, wie CO2 Ausgleich funktioniert

CO2 Kompensation
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Was mit dem Geld passiert, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, so kann es zum Beispiel für die Aufforstung, den Bau von Windkraftanlagen oder für klimafreundlichere Öfen in Afrika genutzt werden. Stiftung Warentest hat sechs Anbieter für CO2-Kompensation untersucht.

Diese Anbieter sind bei der CO2-Kompensation Testsieger

Die beiden Organisationen "Atmosfair" und "Klima-Kollekte" schnitten als Testsieger am besten ab. Besonders die Qualität der Kompensation war ein wichtiges Bewertungskriterium, aber auch Transparenz, Leitung und Kontrolle beurteilte die Verbraucherorganisation.

Projekte der Anbieter, von denen neben dem Klima auch Menschen profitieren, wurden qualitativ besser bewertet. Wenn sie Einblick in ihre Ein- und Ausgaben gegeben haben, räumten sie nochmal besser ab.

So überzeugten "Atmosfair" und "Klima-Kollekte"

Stiftung Warentest Sieger Atmosfair

"Atmosfair" erhielt die beste Durchschnittsnote. Das Unternehmen entwickelt auch eigene Projekte zur Energieeffizienz und erneuerbaren Energie. Außerdem unterstützen sie Bildungsprojekte an Schulen: Kinder sollen dadurch den Klimawandel verstehen und lernen, wie sie besser Energie sparen können.

"Klima-Kollekte" begleitet eigene Projekte zur Energieeffizienz direkt vor Ort und wird unter anderem von der evangelischen Kirche unterstützt. So installierten sie zum Beispiel Biogasanlagen in Indien oder ersetzten Kerosin betriebene Lampen durch Solarlampen. In die Finanzen hat sich der Anbieter nicht schauen lassen, bekam dafür aber auch Punktabzüge.

Energie sparen ist besser

Am schlechtesten abgeschnitten haben die beiden Unternehmen "Klimamanufaktur" und "Arktik". Ihre Angebote zur CO2-Kompensation sind laut Stiftung Warentest nur "ausreichend", im Punkt Transparenz gab es sogar eine mangelhafte Bewertung. Trotzdem sind sich alle Anbieter einig: Energie sparen ist besser als sie zu kompensieren.

Sendung: YOU FM, Worktime, 18.07.2019, 13:15 Uhr

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