Rainer Erlinger
Rainer Erlinger kennt sich aus in Gewissensfragen. Bild © Frank T. Koch

Und sollte die Nähe zum Wohnort der Eltern dabei eine Rolle spielen? Ist das gerecht? Rainer Erlinger, ein Experte für Gewissensfragen, hat dazu eine Antwort:

"Es ist Aufgabe aller Kinder, den Eltern zu helfen, wenn die Hilfe benötigen. Und weil das etwas Persönliches ist, trifft diese Aufgabe prinzipiell alle zu gleichen Teilen. Jetzt sind zum einen Menschen nicht gleich, wenn zum Beispiel eines der Kinder Jurist geworden ist, wird der oder die sich wohl am besten um Behördensachen oder alles was in die Richtung geht, kümmern, auch wenn das mühsam ist.

Zum anderen sind die Situationen nicht gleich. Es ist für jemanden, der nicht am Ort wohnt, ungleich schwieriger, etwas vor Ort zu machen, als jemand, der gleich nebenan wohnt. Daran kann man wenig ändern. Deshalb sollte man dafür einen Ausgleich finden. Und einer, der am besten Handhabbar ist, ist der Ausgleich in Geld. Die, die persönlich nicht oder nicht so viel helfen können, zahlen stattdessen. Wenn das nicht ausreicht, muss man sich unterhalten, ob die anderen dem, der vor Ort ist, vielleicht zusätzlich Geld geben für seine Mühen. Oder es muss jemand beauftragt werden, der manches übernimmt und dafür bezahlt wird.

Das ist ein ganz normales Prinzip des Ausgleichs, das man in einer anderen Situation viel häufiger kennt: Nach einer Scheidung sind die Kinder oft auch bei einem Elternteil, der sich um sie kümmert, während der andere Elternteil Unterhalt zahlt. Dort nennt man das Betreuungsunterhalt und Barunterhalt und das ist im Gesetz so vorgesehen."

YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 12.11.2018, 05:00 Uhr

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