Volocopter

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? In selbstfahrenden Autos oder doch im autonomen Flugtaxi? "Volocopter" macht's möglich: Das Start-up will schon in wenigen Jahren Flüge für Jedermann anbieten. Wir haben für euch gecheckt, wie das funktionieren soll.

Straßen und Schienen sind gerade im Berufsverkehr ständig verstopft. Also befassen sich die Mobilitätskonzepte der Zukunft auch mit dem Fliegen. So auch das Start-up Volocopter aus Bruchsal, das ein Lufttaxi entwickelt hat.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Volocopter- Gründer Alexander Zosel erklärt YOU FM Moderator Benne, wann die ersten Flugtaxis an den Start gehen sollen

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Es sieht aus wie ein Hubschrauber, nur mit mehreren Rotoren. Mit dem Joystick lässt sich das Flugtaxi ganz einfach steuern: hoch, runter, vor und zurück. Der Volocopter soll irgendwann ganz ohne Pilot auskommen. Wenn der Gast später alleine fliegt, soll er den Flug über sein Smartphone buchen können.

Erste Testflüge in Frankfurt und Stuttgart

Bis es allerdings so weit ist, kann es noch ein bisschen dauern. "In zwei bis drei Jahren werden wir die erste kommerzielle Flugstrecke einrichten", sagt der Gründer von Volocopter, Alexander Zosel, der schon selbst mit dem Flugtaxi geflogen ist.

Es ging etwa 20 Meter in die Höhe und der Flug dauerte etwa dreieinhalb Minuten. "Ich war überrascht, wie ruhig und stabil das Flugtaxi geflogen ist. Es ist wie, wenn man daheim auf dem Sofa sitzt und Fernsehen guckt, weil es so undynamisch war", erzählt er im YOU FM Interview.

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In Stuttgart absolviert der Volocopter am 14. September einen öffentlichen Demonstrationsflug und will demnächst auch in Hessen vorbei schauen: "In Frankfurt wollen wir nächstes Jahr auf dem Flughafen fliegen", verrät Alexander Zosel.

Keine Flüge auf dem Land

Die Flugtaxen sollen aber nur in Städten und nicht auf dem Land eingesetzt werden. Damit verzichtet Volocopter bewusst auf Reichweite. "Wir hätten das Gerät auch für längere Strecken bauen können, dann wäre es aber lauter geworden. Es soll aber leise sein, damit auch die Leute in der Stadt es akzeptieren, die es nicht nutzen wollen und sie nicht stört", so der Gründer.

Gäste sollen bei einem Flug maximal 30 Kilometer weit transportiert werden. Vor allem im Rhein-Main-Gebiet will das Unternehmen damit für Entlastung im täglichen Berufsverkehr auf den Straßen sorgen. Ein Flug mit dem Volocopter soll dann etwas mehr als eine Taxifahrt für die selbe Strecke kosten.

Etwas teurer als ein normales Taxi

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"Als wir die Firma 2012 gegründet haben, war uns klar, dass wir Mobilität für Jedermann entwickeln wollen. Eine Taxifahrt, die 40 Euro kostet, würden wir für 60 Euro anbieten." Allerdings solle erst mal nur eine Person in dem Flugtaxi Platz haben.

Die neuen Möglichkeiten der Flugtaxen könnte auch die Städte revolutionieren. Alexander Zobel sagt voraus: "Ich glaube, dass sich die Städte sehr stark wandeln. Es wird viel mehr Verkehr in der Luft als auf dem Boden geben."

Sendung: YOU FM, Worktime, 26.08.2019, 11:00 Uhr

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