Rainer Erlinger

Elten bekommen häufig eine Sonderbehandlung, was Arbeitszeiten oder Urlaub angeht. Ist das okay? Moralkolumnist Reiner Erlinger sieht das so:

"Ein wichtiger Grundsatz für die Gerechtigkeit ist, Gleiches gleich zu behandeln und Ungleiches ungleich. Hier wird ein Kollege anders behandelt als alle anderen. Das ist nur dann gerecht, wenn es relevante Unterschiede gibt, die es rechtfertigen, den einen anders zu behandeln.

Der einzige Unterschied, von dem wir hier wissen, ist, dass er schon ein Kind hat. Das kann ein ziemlich guter Grund dafür sein, dass er pünktlich um 16 Uhr gehen muss, wenn etwa die Kinderkrippe im 16:30 schließt.

Das kann aber auch ein Grund für die Bevorzugung bei der Urlaubsplanung sein, wenn zum Beispiel die Kinderkrippe auch Urlaub macht und er dann niemanden hat, der auf das Kind aufpasst. Allerdings könnte es auch sein, dass ein anderer Kollege eine Partnerin oder einen Partner hat, der Lehrer ist und auch nur während der Ferien Urlaub nehmen kann.

Bleibt noch der Parkplatz nahe am Büro. Der einzige Grund, der mir dafür einfällt – wenn er nicht das Kind mit ins Büro bringt und nicht lange tragen kann – wäre, dass es wegen der Öffnungszeiten für den Kindergarten für ihn morgens und nach Feierabend so knapp ist, dass er möglichst kurze Wege haben sollte. Aber wenn zum Beispiel ein anderer Kollege schlecht gehen kann, sollte eher der den nahen Parkplatz bekommen."

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