Einbrecher öffnet Fenster

Sie durchwühlen blitzschnell Schubladen und Schränke und nehmen mit, was sich zu Geld machen lässt: Einbrecher. Wir sagen euch, wie ihr euch besser schützen könnt und klären falsche Mythen über Einbrüche auf.

Einbrecher

Im Herbst haben Einbrecher Hochkonjunktur. Denn wenn es später hell und früher dunkel wird, lässt es sich schön unbemerkt einsteigen.

Es gibt aber gute Nachrichten: Zwar gibt es immer noch viele Einbruchsversuche – die gehen aber immer öfer schief. Das liegt auch daran, dass wir uns immer besser schützen.

So macht ihr es Einbrechern schwer

  • Sorgt dafür, dass es außen keine Aufstiegshilfen gibt, die es den Einbrechern leicht machen.
  • Entfernt außenliegende Scharniere, z.B. an alten Kellertüren. Die lassen sich nämlich von außen losdrehen – und dann nützt auch ein teures Schloss an der Innenseite der Tür nichts mehr, weil man von der Hinterseite der Tür eintreten kann.
  • Für die Kellertür könnt ihr euch ein Panzerriegelschloss besorgen, das quer über die ganze Tür geht.
  • Keine Fenster, Türen oder Balkontüren gekippt lassen.
  • Einbruchshemmende Fenster und Türen, spezielle Rollläden und Türspione anbringen. Türen mit Fenster sollten besonders gesichert werden, z.B. mit sogenannten Pilzkopfverriegelungen, Polycarbonatfolie oder Rollläden mit automatischer Hochschiebesicherung.
  • Rollläden allgemein nur nachts runtermachen – sonst signalisiert ihr, dass ihr nicht zu Hause seid.
  • Haus-/Wohnungsbeleuchtung in unregelmäßigen Abständen ein- und ausschalten. Dafür könnt ihr eine Zeitschaltuhr oder einen Licht- oder TV-Simulator benutzen, während niemand zu Hause ist.
  • Briefkasten regelmäßig leeren.
  • Wohnungstür zweimal abschließen. Achtet auch darauf, dass man an eurem Schloss nichts aufziehen oder abbrechen kann.
  • Wenn ein Einbruch passiert ist, sofort die Polizei rufen und nichts anfassen! Spuren werden nämlich wie im TV-Krimi gesichert.

Diese vier große Mythen über Einbrüche stimmen nicht:

Mythos 1: Einbrecher klauen am liebsten Fernseher.

Muss nicht sein. Denn Fernseher sind total unhandlich. Smartphones, Kameras, Laptops lassen sich besser transportieren. Einbrecher suchen auch gerne im Bad und Schlafzimmer nach Schmuck und Bargeld.

Mythos 2: Einbrecher kommen immer nachts.

Stimmt nicht. Die meisten Einbrüche passieren zwischen 18 und 19 Uhr. Einbrecher gehen bei Tageswohnungseinbrüchen davon aus, dass niemand zu Hause ist. Die meisten Leute arbeiten eben tagsüber.

Einbruch

Mythos 3: In oberen Stockwerken muss man keinen Einbruch befürchten.

Stimmt nicht. Im letzten Jahr kam es etwa in Nordhessen vermehrt zu Fällen, bei denen die Einbrecher über beispielsweise Fallrohre ins Obergeschoss geklettert sind. Auch in Mehrfamilienhäusern zieht es Einbrecher gerne in die oberen Stockwerke, weil dort weniger Störer im Treppenhaus zu erwarten sind.

Mythos 4: Einbrecher spionieren ihre Opfer gezielt über Facebook & Co aus.

Eher unwahrscheinlich. Das Online-Profil einer unbekannten Person mit einem Wohnort zu verknüpfen, ist nicht einfach und total fehleranfällig. Trotzdem solltet ihr bei Facebook und Co besser nicht posten, dass ihr gerade verreist seid.

Sendung: YOU FM Dein Sonntagmorgen, 19.11.2017, 08:10 Uhr

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