Ein Mann waehlt am 13. August 2019 in Berlin die europaeische Notrufnummer 112 auf einem Smartphone.

Ihr beobachtet einen Unfall und wählt die 112. Uns haben zwei Notfallsanitäter erklärt, worauf ihr bei dem Anruf achten sollt und welche Merkhilfen es für einen Notfall gibt.

Mit dem Notruf alarmiert ihr Rettungsdienste oder die Feuerwehr. Die 112 ist nicht nur kostenfrei und kann ohne Pin gewählt werden, sie ist auch europaweit gültig, sagen uns die Rettungssanitäter Philipp und Thomas im YOU FM Interview.

Videobeitrag

Video

zum Video Notfallsanitäter Thomas (links) und Philipp erklären, worauf es im Notfall ankommt

Notfallsanitäter Philipp Stehling und Thomas Schmidt
Ende des Videobeitrags

Es ist dann also am wichtigsten, zu sagen, wo ihr seid.

In der Regel ist das auch die erste Frage, die euch von den geschulten Rettungsdienst- und Feuerwehrkräften am Telefon gestellt wird. Die sogenannten Leitstellendisponenten fragen außerdem die W-Fragen ab.

Das sind die W-Fragen:

Weitere Informationen

Tag des Notrufs

Am 11.2. ist der Tag des Notrufs.
Das Datum ergibt die selbe Zahl wie die Notfallrufnummer 112.

Ende der weiteren Informationen
  • Wo ist der Notfallort?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Verletzungen liegen vor?
  • Wer ruft an?
  • Wie viele Rettungswagen werden benötigt?

Während des Telefonats werden direkt Rettungskräfte losgeschickt. Der Leitstellendisponent kann euch in akut lebensbedrohlichen Situationen aber auch schon helfen und euch sagen, wie ihr erste Hilfe leisten könnt. Das ist sehr wichtig, denn wenn "keine Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleutet wurden, dann verstirbt der Patient", betont Philipp.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Wisst ihr, wie es aussieht oder wie sich jemand verhält während eines Schlaganfalls? Mit dem "FAST-Schema" könnt ihr euch ein bisschen orientieren, weil es für einen Schlaganfall nicht das eine Symptom gibt. Thomas erklärt:

F: Face – Wenn das Gesicht komisch aussieht oder ein Mundwinkel hängt, ist das ein Hinweis.
A: Arms
– Man lässt den Patienten die Arme ausstrecken. Wenn ein Arm nach unten sackt, ist das auch ein Kennzeichen dafür.
S: Speech
– Wenn jemand undeutlich und verwaschen spricht, dann kann das durch einen Schlaganfall kommen.
T: Time
– Man kann nur innerhalb der ersten sechs Stunden, in denen man einen Schlaganfall erlitten hat, die Symptome rückgängig machen.

Eines der Symptome reicht bereits aus, um Verdacht zu haben. Das Tückische an der Sache ist aber: Schlaganfälle passieren meistens nachts.

Gebrochen oder verstaucht?

Häufig kann man nicht direkt erkennen, ob ein Knochen verstaucht oder gebrochen ist. Ihr solltet auf jeden Fall zum Röntgen in ein Krankenhaus gehen. Die "PECH-Regel" gibt Anhaltspunkte, was ihr bis dahin machen könnt:

P: Pause – Eine Pause einlegen, wenn ihr zum Beispiel beim Sport umgeknickt seid.
E: Eis – Kühlt die Stelle mit Eis.
C: Compression – Komprimiert das Ganze mit einem Verband.
H: Hochlagern
– Legt das Bein oder den Arm hoch und vermeidet weitere Belastung.

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 11.02.2020, 05:00 Uhr

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