Vero
Um die App "Vero" gibt es derzeit einen Hype. Bild © picture-alliance/dpa

Vero ist ein soziales Netzwerk, das gerade ziemlich gehypt wird. Viele Stars und Influencer wollen, dass ihr ihnen dort folgt. Wir sagen euch, ob sich das lohnt und was ihr über das neue Netzwerk wissen müsst.

"Ich mache ja jeden Mist mit" twittert Casper. Deshalb ist er – wie viele andere Stars und Influencer jetzt bei Vero.

Was ist Vero?

Im Prinzip ist Vero einfach ein soziales Netzwerk wie jedes andere. Es gibt einen Feed, den ihr runterscrollen können. Ihr habt Freunde und könnt Leuten folgen. Der Unterschied zu Facebook, Instagram und Co. ist, dass bei Vero kein Algorithmus den Feed bestimmt.

Vero
Euer Feed wird durch die Posts eurer Freunde bei Vero bestimmt. Bild © picture-alliance/dpa

Das heißt: Die Posts, die euch angezeigt werden, hat kein Computer im Hintergrund vorsortiert. Ihr bekommt alles angezeigt, was eure Leute posten. Theoretisch – denn wer viele Freunde hat beziehungsweise vielen folgt, der muss ganz schön weit scrollen. Allerdings: Im Moment geht's noch relativ fix, bisher ist die Anzahl der Vero-User überschaubar, gerade erst wurde die Million geknackt.

Kein Algorithmus, keine Werbung

Außerdem hat Vero keine klassische Werbung. Die einzige Werbung, die es gibt, kommt über Influencer-Marketing. Heißt: Rita Ora darf ihr neues Make-Up präsentieren, Anzeigen gibt es nicht.

Wie verdient Vero dann Geld?

Über Abos. Die Idee war, dass die erste Million User ein Leben lang umsonst dabei sein darf, der Rest muss zahlen. Weil es jetzt aber so einen Hype gibt, hat das Netzwerk die Gratismitgliedschaft auf unbestimmte Zeit verlängert. Wann das bezahlte Abo kommt und wie viel es kostet, ist noch unklar.

Außerdem will Vero an Kooperationen mit Medienunternehmen verdienen, zum Beispiel, wenn ihr auf Vero ein Buch oder einen Film kauft.

Gut oder nur gut gemeint?

Vero
Durch die aktuelle Überlastung kann es derzeit öfter zu Störungen bei Vero kommen. Bild © Screenshot YOU FM

Im Moment macht Vero noch ziemlich wenig Spaß. Zum Einen, weil es noch relativ wenig aktive Nutzer gibt. Zum Anderen, weil das System aktuell ziemlich hakelig läuft. Das liegt vermutlich an den vielen Nutzern, die sich offenbar aktuell anmelden und läuft möglicherweise besser, wenn der Hype etwas abebbt. Andererseits: Ein echter Konkurrent für Insta und Facebook wird Vero eher nicht, wenn die Plattform schon bei 1 Million Nutzern in die Knie geht.

Vero will weniger Daten sammeln als andere Netzwerke. Dummerweise muss man gleich bei der Anmeldung zwingend seine Telefonnummer angeben. Auch das wirkt aktuell eher abschreckend.

Fazit: Ein soziales Netzwerk ohne Algorithmus und ohne Werbung ist eine nette Idee. Leider läuft Vero noch nicht so rund, dass es zur echten Konkurrenz für die etablierten Netze werden könnte. Wir befürchten, dass der Hype bald zu Ende ist und Vero ein ähnliches Schicksal erleidet wie Studi-VZ, MySpace und WerKenntWen.

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Sendung: YOU FM, Der schöne Nachmittag, 28.02.2018, 16:10 Uhr

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