Handy der Zukunft

Das Handy ist unser täglicher Begleiter. Chatten, einkaufen oder navigieren – immer mehr Anwendungen finden auf den kleinen Geräten Platz. Was in Zukunft mit dem Handy noch alles möglich sein soll, das erforscht die TU Darmstadt und hat uns einen Blick hinter die Kulissen gewährt.

Ein Alltag ohne Smartphone? Schwer vorstellbar. Die Geräte haben seit ihrer Erfindung immer mehr Platz in unserem Alltag erobert: "Wir sind uns gar nicht bewusst, was in den letzten zehn Jahren – seit wir Informationen über GPS auf einer Karte sehen können – passiert ist. Wir können navigieren, den Standort unserer Freunde feststellen, Geschäfte oder Restaurants finden", sagt Prof. Dr. Max Mühlhäuser, der im Fachbereich Informatik an der Technischen Universität Darmstadt die Forschung zu der Zukunft von Smartphones leitet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Professor Max Mühlhauser von der TU Darmstadt erklärt, was das Handy der Zukunft können wird

Prof. Dr. Max Mühlhäuser von der TU Darmstadt
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Aktuell arbeiten Smartphonehersteller daran, die Smartphone-Displays immer größer zu machen. Damit das Handy dann aber immer noch problemlos in die Jackentasche passt, setzen die Entwickler auf falt- und rollbare Displays.

Außerdem sollen mehr Finanzdienstleistungen in Handys integriert werden. "Das Handy wird zu dem Gegenstand, mit dem wir auf die verschiedensten Arten unser Geld loswerden", so Mühlhäusers Prognose.

rollbares Display

Das Digitale verschmilzt mit dem Physischen

Aber damit ist noch lange nicht Schluss: Dass man im Moment noch Karteninformationen vom Handy in die reale Welt übersetzen muss, soll irgendwann der Vergangenheit angehören.

"In Zukunft wird die reale Welt angereichert durch digitale Information", sagt der Professor. Per augmented Reality wird dreidimensionale Information in die Realität überblendet: Wenn wir also in Zukunft durch die Stadt laufen, werden zum Beispiel vor Geschäften oder Restaurants Zusatzinformationen angezeigt.

Dabei ist das Handy nicht das einzige Gerät, das digitale Information in unsere Umgebung einblenden könnte: Auch Datenbrillen oder Linsen könnten dafür genutzt werden.

Kosten im Betrieb könnten steigen

Sehr viel teurer sollen die Handys der Zukunft nicht werden. "Die Kaufschwelle von unter 1000 Euro wird wohl bleiben", so der Darmstädter Professor. Allerdings werden wir in Zukunft mehr Geld im laufenden Betrieb des Smartphones ausgeben: "Es wird immer mehr Zusatzdienste geben, die uns Geld aus der Tasche ziehen sollen", sagt Mühlhäuser.

Mit Werbung Geld zu verdienen, habe Grenzen, deshalb würden Hersteller auf kostenpflichtige Zusatzdienste setzen, die monatliche Gebühren verursachen. Zwar seien die Einzelbeträge gering, die Kosten könnten sich aber schnell summieren, befürchtet Mühlhäuser.

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 29.09.2019, 06:00 Uhr

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