DSGVO Datenschutz Richtlinie
Werden ab dem 25.Mai wirksam: Neue Datenschutzregeln in der EU. Bild © Imago

WhatsApp, Facebook, Insta – überall sollt ihr gerade irgendwas akzeptieren. Alle aktualisieren ihre Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien. Warum die das machen? Weil in der EU ab dem 25. Mai neue Datenschutzregeln gelten. Wir erklären, warum das für die allermeisten von euch eine gute Nachricht ist.

Offline ist Privatsphäre selbstverständlich. Jetzt wird’s auch online besser.

Privatsphäre ist jetzt voreingestellt

DSGVO Datenschutz Richtlinie
Auch bei Facebook müsst ihr die neuen EU-Datenschutzregeln akzeptieren. Bild © Imago

Mit den neuen Regeln wird es leichter für euch, online eure Privatsphäre zu schützen. Früher musstet ihr selbst aktiv werden, wenn ihr zum Beispiel Facebook verbieten wolltet, bestimmte Daten – von euch zu sammeln. Oft musstet ihr euch dazu durch versteckte Menüs klicken. Jetzt werdet ihr – zumindest bei einigen Daten vorher gefragt. Außerdem sind die Menüs einfacher gestaltet. Allerdings sammelt gerade Facebook nach wie vor eine Menge Daten von euch, dazu gebt ihr bereits euer Einverständnis, wenn ihr Facebook beitretet.

Grundsätzlich sollen Apps mit datenschutzfreundlichen Voreinstellungen kommen. Außerdem muss euch jeder, der eure Daten verarbeitet, in verständlicher Sprache erklären, was er damit anstellt.

Werbe-Tracker haben es schwerer

Facebook zum Beispiel verwendet eure Daten dazu, Werbung gezielt auf euch zuzuschneiden. Andere Firmen machen es ähnlich. Über sogenannte Cookies (die nervigen Pop-Ups, bei denen man immer einfach auf "OK" klickt) tracken einige Unternehmen alles, was ihr im Netz tut.

Weitere Informationen

DSGVO?

DSVGO steht für die europäische Datenschutz-Grundverordnung. Mit ihr schafft die EU einheitliche Regeln zum Umgang mit persönlichen Daten. Die DSGVO ist seit 2016 in Kraft. Am 25. Mai 2018 muss sie in allen EU-Mitgliedsstaaten angewendet werden.

Ende der weiteren Informationen

Ein Beispiel: Ihr habt euch einen Fernseher bei Amazon angeguckt und seht jetzt auf jeder Seite Amazon-Werbung für Fernseher. Das war bisher völlig normal. In Zukunft müsst ihr dieser Art von Werbe-Tracking ausdrücklich zustimmen. Wer das nicht tut, wird auch nicht vom Amazon-Fernseher durchs Netz verfolgt.

Regeln gelten für jeden, der mit personenbezoge Daten hantiert

Die neuen Regeln gelten nicht nur für große Konzerne wie Google. Sondern für jeden, der personenbezogene Daten verarbeitet, das heißt: auch für manche Blogger oder Vereine. Auf die kann da eine Menge Arbeit zukommen, weil sie verpflichtet sind, alle erhobenen Daten zu dokumentieren und auf Anfrage sagen zu können, was damit passiert. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen. Wer seine Webseite aber wirklich nur privat nutzt, darf weiter machen wie bisher.

Und was ist mit Fotos?

Eifel-Turm
Kaum zu vermeiden: Andere Touristen, die durchs Bild rennen. Bild © Imago

Jedes Foto, auf dem ein Mensch identifiziert werden kann, enthält personenbezogene Daten. Bisher ist die Regel: Für Fotos von anderen Menschen braucht ihr die Zustimmung der fotografierten Person. Ausnahmen gibt es für die Presse, bei öffentlichen Ereignissen oder wenn Personen nur "Beiwerk" sind, zum Beispiel im Urlaubsschnappschuss vom Eiffelturm.

Für Menschen, die mit Fotos Geld verdienen, dürfte das durch die neuen Regeln komplizierter werden, sagt die Medienrechtskanzlei Wilde, Beuger, Solmecke. Zum Beispiel für Werbefotografen oder Influencer. Sie müssen wohl jedes Mal eine ausdrückliche Erlaubnis einholen.

Wenn ihr Fotos aber nur im persönlichen oder familiären Umfeld macht, seid ihr, so die Einschätzung der Kanzlei, auch hier wieder safe. Von Seiten im Netz, die das Gegenteil behaupten, solltet ihr euch nicht verrückt machen lassen.

Sendung: YOU FM, Die YOU FM Morningshow, 22.05.2018, 6:20 Uhr

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