Person arbeitet an einem Laptop

Ob Pöbeleien oder körperliche Gewalt: Viele Menschen sind in ihrem Alltag rassistischen Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt. Bei der neuen Meldestelle "Hessen schaut hin" von der Anne Frank Bildungsstätte können Betroffene und Zeug*innen jetzt mit wenigen Klicks solche Vorfälle melden.

Die Beratungsstelle Response berät und begleitet in Kassel und Frankfurt Betroffene von rechter, antisemitischer und rassistischer Gewalt. Das Angebot gehört zur Bildungsstätte Anne Frank.

Jetzt hat Response die Plattform "Hessen schaut hin" gestartet. Dort können alle Vorfälle rechter und rassistischer Art gemeldet werden: Beleidigungen, Bedrohungen, körperliche Gewalt, aber auch psychische Gewalt wie zum Beispiel Mobbing. Damit will die Meldestelle das Ausmaß von rechter und rassistischer Gewalt in Hessen sichtbar machen. Denn meist wird nur ein Bruchteil der Vorfälle öffentlich bekannt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Olivia Samra erklärt, wie Response Betroffenen hilft

Olivia Sarma
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Dafür könnt ihr einfach die Webseite aufrufen und das mehrsprachig verfügbare Forumlar ausfüllen. Wenn man beraten werden möchte, muss man außerdem eine Kontaktmöglichkeit angeben. "Ansonsten ist es auch möglich, den Vorfall anonym zu melden", erklärt Olivia Sarma, Leiterin der in der Bildungsstätte Anne Frank angesiedelten Beratungsstelle Response, im YOU FM Interview.

Sie erlebt es in Beratungen häufig, dass Betroffene von rassistischen oder antisemitischen Beleidigungen aus ihrem Alltag berichten oder von körperlichen Übergriffen im öffentlichen Raum, bei denen kein Außenstehender interveniert. "Wir wissen, dass Menschen, die sehr viel Alltagsrassimus erleben, also jeden Tag kleine Bemerkungen oder Sticheleien zu hören bekommen, einen großen Bedarf an Beratung haben, weil sie in ihrem Alltag dadurch sehr stark eingeschränkt werden können", sagt Olivia.

Alleine im Jahr 2019 hat Response 134 Menschen beraten – 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In der Beratung geht es nicht nur um die Tat. Vor allem der Umgang der Betroffenen mit dem Erlebten, die Folgen der Tat und wie die Opfer danach ihren Alltag bewältigen, stehen im Fokus des Angebots. Auch Therapiemöglichkeiten oder anwaltliche Hilfe können in der Beratung vermittelt werden.

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zum hessenschau.de Video Meldestelle für rechtsextreme Taten

hessenschau kompakt - 16:45 Uhr - 06.01.2020
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Sendung: YOU FM, Der schöne Nachmittag, 16.01.2019, 14:00 Uhr

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