Geschlechtsidentität

Egal, welche Hautfarbe, Religion, welches Alter oder Gewicht – am 26. Mai zelebriert Deutschland seine Vielfalt, auch die Vielfalt der Geschlechtsidentitäten. Ihr kommt manchmal durcheinander, wenn die Begriffe trans, inter und non-binär verwendet werden? Hier haben wir sie erklärt.

Floria Moghimi berät Unternehmen in den Bereichen Diversität und Inklusion

So langsam macht sich die Erkenntnis breit, dass unsere Alltagssprache oft an der Wirklichkeit vorbeigeht, wenn es zum Beispiel um sexuelle Identitäten geht. "Diversity" (Vielfalt) wird allmählich auch von Unternehmen als ein Vorteil verstanden. "Es macht sie innovativer, wenn sie vielfältiger sind", sagt Floria Moghimi, Beraterin für Diversity & Inclusion, im Interview mit YOU FM.

Mehr als ein Business-Trend

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Geschlechtsidentität ist nicht zu verwechseln mit der sexuellen Orientierung, weiß Benne.

YOU FM Moderator Benne Schroeder
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"Diversity" ist dennoch mehr als ein Business-Trend. Es geht um die Anerkennung und die Menschenrechte jeder Person – egal, welchem Geschlecht oder welcher Altersgruppe sie angehört, egal, welche ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, physische oder psychische Verfassung sie hat.

Eine Sprache, die für alle Geschlechter eine respektvolle Anrede findet, wird der Diskriminierung wohl kaum ein Ende setzten – aber es ist ein guter Anfang.

Trans(gender) / transgeschlechtlich

Es gibt das biologische Geschlecht. In den meisten Fällen unterteilen wir Menschen damit in Frauen und Männer. Es gib allerdings Menschen, die zum Beispiel als biologischer Mann geboren sind, sich aber als Frau fühlen. Einen biologischen Mann mit weiblicher Geschlechtsidentität – oder andersrum eine biologische Frau mit männlicher Geschlechtsidentität – nennt man trans.

Non-binär

Geschlechtsidentität

Dieser Begriff bedeutet, dass sich eine Person weder in die Schublade Mann noch Frau stecken lassen kann oder will. Das kann unterschiedliche Gründe haben: Zum Beispiel, weil sich die Person komplett ohne Geschlecht fühlt, das heißt dann agender. Sie könnte sich aber sowohl als Frau als auch als Mann fühlen (bigender) oder bewegt sich fließend zwischen den zwei biologischen Geschlechtern (genderfluid). Non-binär ist ein Überbegriff für diese drei und weitere Geschlechtsidentitäten und wird synonym zu den Bezeichnungen nicht-binär und genderqueer verwendet.

Intergeschlechtlich

Kommen wir wieder zum biologischen Geschlecht. Neben den Geschlechtsorganen gibt es noch eine Reihe weiterer Merkmale, die Mann und Frau definieren, zum Beispiel die Chromosomen oder die Hormone. Lassen sich Merkmale nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen, spricht die Medizin von Intersexualität. Diese Bezeichnung trifft bei den Betroffenen jedoch auf Ablehnung, weil er der Diagnose einer Krankheit gleichkommt. Deswegen bezeichnen sie sich als inter.

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 26.05.2020, 9:10 Uhr

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