Fäuste

Diese Woche sprechen wir bei YOU FM über das Thema Gerechtigkeit. Das ist ein komplexer Begriff. Was ihr als gerecht empfindet, kann von eurem Gegenüber schon ganz anders beurteilt werden. Wie fair es in Deutschland zugeht und was der Staat dafür tut, dass es gerecht zugeht, lest ihr hier.

Wenn während der Ausbildung trotz Vollzeitarbeit das Geld nicht reicht, um die Miete zu bezahlen. Wenn eine Frau im Job weniger verdient als ihr männlicher Kollege. Wenn ein Vergewaltiger eine Bewährungsstrafe bekommt: Dann empfinden wir das oft als ungerecht. Manchmal fühlt man sich schon in der Schlange beim Bäcker ungerecht behandelt oder wenn man beim Arzt nicht an die Reihe kommt. Wir möchten von euch wissen, wie ihr Situationen aus dem Alltag beurteilt: Gerecht oder nicht? Stimmt hier ab.

Auch die Meinung darüber, wie gerecht es in Deutschland zugeht, ist geteilt. Laut einer Umfrage von Infratest dimap für die ARD-Themenwoche empfinden 51 Prozent der Befragten die Situation als eher gerecht, während 46 Prozent sie als eher ungerecht wahrnehmen:

Grafik Gerechtigkeit

Aber was bedeutet Gerechtigkeit überhaupt?

Politisch, philosophisch, persönlich: Gerechtigkeit ist ein sehr komplexer Begriff, den Menschen unterschiedlich interpretieren. Auch Studien zeigen, dass jeder Mensch ein anderes Verständnis von Gerechtigkeit hat. Es hängt mit unserer Erziehung, unserem sozialen Umfeld und unseren Erfahrungen zusammen.

Doch die Frage nach Gerechtigkeit beschäftigt Menschen bereits seit der Antike Philosophen haben erklärt: Gerechtigkeit ist Gleichheit und die ist auch von den Fähigkeiten eines Menschen abhängig, weil wir weder körperlich, geistig noch sozial alle gleich sind.

Und soziale Gerechtigkeit?

Hauswand mit Protestplakaten

Nehmen wir Deutschland. Deutschland versteht sich als Sozialstaat. Also einer, der sich um soziale Gerechtigkeit bemüht. So steht es auch in unserem Grundgesetz. Unter sozialer Gerechtigkeit verstehen wir unter anderem allgemein akzeptierte Regeln, die vom Staat umgesetzt werden.

Das bedeutet zum Beispiel: Alle Bürger zahlen Steuern zum Wohl aller, aber nicht alle gleich viel. Die Höhe hängt vom Einkommen ab. Ein Teil des Geldes wird an Ärmere verteilt. Das nennt sich Verteilungsgerechtigkeit.

Ein weiteres Beispiel für soziale Gerechtigkeit in Deutschland: Die Regelung unserer Rente – also dass die Jungen für die Alten zahlen.

Wäre es gerechter, wenn alle gleich viel verdienen oder jeder nach Leistung bezahlt wird? Mit der Höhe des Einkommens steigt zumindest die gefühlte Gerechtigkeit laut der Infratest Studie.

Gleiches Geld für alle - eine gerechte Lösung?

Stellt euch vor, jeder bekommt 1000 Euro im Monat vom Staat – ohne Gegenleistung. Ihr könnt arbeiten, wenn ihr Lust habt oder euch genügt das Geld. Bedingungsloses Grundeinkommen nennt sich diese Idee. Heißt positiv: Ohne Geldsorgen kommen wir weg vom Stress hin zu mehr Spaß am Leben.

Geld ohne Gegenleistung. Kritiker dieser Idee befürchten allerdings, dass viele dann nicht mehr arbeiten wollen würden. Am Mittwoch, 14. November, sprechen wir den ganzen Tag bei YOU FM über das Thema. Wir reden mit Stina, die ein Jahr lang 1000 Euro bekommen hat, und stellen euch die Gründerin einer Webseite vor, auf der ein solches Grundeinkommen verlost wird.

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Sendung: YOU FM, Dein Sonntagmittag, 11.11.2018, 11:00 Uhr

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