Fynn Kliemann

Der Typ kann gefühlt alles: Fynn Kliemann ist YouTuber, Unternehmer, Webdesigner, Schauspieler, Musiker und jetzt hat er auch noch einen Kinofilm gemacht. Weil er den nicht wie geplant im Kino zeigen kann, hat er sich etwas einfallen lassen – und will damit auch kleinen Kinos helfen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Fynn erzählt Susi und Nick, was er jetzt statt Kino geplant hat

YOU FM Moderatoren Susanka und Nick Waben
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Schon bevor Fynn Kliemann ins Filmgeschäft eingestiegen ist, hat er nicht besonders viel geschlafen Aber aktuell kommt er nicht mal mehr auf vier Stunden pro Nacht, erzählt er im YOU FM Interview: "Gerade kommt vieles zusammen: Ich steh' vor dem Release meines Albums, der Dokustream steht kurz bevor, mit viel zu vielen Leuten auf einem kleinen Server, und wir sind irgendwie der größte Maskenproduzent Europas geworden."

Es ist schwierig, einen Überblick über all seine Projekte zu bekommen. Das aktuellste ist "100.000 – Alles, was ich nie wollte": eine Doku, die das Jahr zusammenfasst, in dem Fynn Kliemann in Eigenproduktion ein Album herausbrachte, das Goldstatus erhalten hat.

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"Wir unterstützen die, weil die uns unterstüzt haben"

Ursprünglich sollte die Doku einen Tag lang ins Kino kommen. Da die nun aber geschlossen haben, musste Fynn ein bisschen umdisponieren und kam auf die Idee einens virtuellen Kinostarts, mit dem kleine Kinos unterstützt werden sollen: Die Zuschauer können am 25. April mit ihrem Ticketkauf 24 Stunden lang den Stream der Doku anschauen. 25 Prozent der Erlöse kommen Kinos in ganz Deutschland zugute. Die Zuschauer wählen aus, welchem sie helfen möchten.

"Wir untersützen die, weil die uns auch unterstützt haben", erklärt Fynn. Da er für die Distribution seiner Doku einen eigenen Verleih gegründet hat, kam er mit den Kinos direkt in Kontakt. "Da wurden wir mit offenen Armen empfangen", erzählt er. "Jetzt wird der Spieß umgedreht, ich bin auf der anderen Seite und ich kann Internet."

Fynn will kein Gutmensch sein

Trotzdem will der YouTuber und Unternehmer nicht als Gutmensch gesehen werden. "Die meisten Sachen haben, wenn du es so willst, einen egoistischen Hintergrund", findet er. Zum Beispiel lässt er dort, wo sonst Klamotten für seinen Online-Shop gefertigt werden, jetzt Mund-Nasen-Masken produzieren, weil der Hersteller sonst pleite gegangen wäre. "Klar ist das cool, zu helfen, wenn es geht und ich nehm' das auch gerne immer mit, aber mein generelles Interesse ist es jetzt nicht, die Welt zu retten, das kann ich gar nicht".

Neues Album in den Startlöchern

Nach dem Erfolg seines Debüts erscheint am 29. Mai Fynns zweites Album "POP". Darauf ist er musikalisch experimenteller unterwegs: "Ich dachte, ich muss mich keinem mehr beweisen, das erste Ding war krass, und ich dachte, ich kann machen, was ich will und ich mach alles."

Aber auch ohne den Druck sich irgendwem beweisen zu müssen, ist ihm Erfolg nicht ganz unwichtig. "Da steckt halt dein Herz drin, da geht es nicht um Kohle oder Verkaufszahlen, da geht es darum, dass es weh tut, wenn jemand nicht mag, was du tust".

Fynns Tipp gegen Corona-Langeweile

Und auch wenn Fynn Kliemann bei all seinen Projekten sich wahrscheinlich gar nicht mehr daran erinnern kann, wie sich Langeweile überhaupt anfühlt, hat er noch einen Tipp für alle, die wegen Corona gerade ein bisschen durchhängen: "Jeder hat etwas, was er schon immer mal lernen wollte und sei es nur der Moonwalk."

Jeder fühle sich besser, wenn er etwas Neues lerne oder sich in etwas verbessere. Es musse auch nicht gleich ein neues Hobby sein, es kann schon reichen, sich neues Wissen draufzuschaffen und den eigenen Horizont zu erweitern. Einen Tipp, den er selbst trotz der ganzen Arbeit stets befolgt: "Ich prügel' mir einfach seit zehn Jahren jeden Abend Dokumentationen rein".

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 24.04.2020, 07:00 Uhr

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