Thomas Kehl von Finanzfluss

Auf dem Konto wird das Geld weniger und für die Rente sollte man unbedingt vorsorgen – das bekommt man immer wieder zu hören. Aber was tun? Wir haben mit Thomas gesprochen, der mit seinem Kumpel Arno den Youtube-Channel "Finanzfluss" betreibt. Hier sind seine Tipps.

Thomas Kehl betreibt zusammen mit seinem Kumpel Arno "Finanzfluss", den erfolgreichsten deutschen YouTube-Channel zum Thema Finanzen. Dort erklären sie Begriffe wie Dividende, Derivate oder Inflation und geben Tipps zu Geldanlagen und Versicherungen. Bis zu diesem Sommer hat Thomas in Paris als Investmentbanker gearbeitet. Jetzt betreibt er in Vollzeit seinen Channel, der mittlerweile mehr als 233.000 Abonnenten hat.

Zitat
„Es führt kein Weg ums Investieren drumherum“ Zitat von Thomas von Finanzfluss
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Er erklärt im YOU FM Interview: "Es führt kein Weg ums Investieren drumherum". Denn: Geld, was auf dem Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeldkonto liegt, wird aktuell so gering verzinst, dass es durch die Inflation insgesamt sogar weniger wird.

#1: Informieren

"Im Netz gibt es super viele Finanzblogs oder andere Online-Medien, die einen guten Einstieg ins Thema Finanzen bieten", erklärt Thomas. Allerdings müsse man auf die Seriösität der Quellen achten. Thomas empfiehlt, im Internet eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen und zu schauen, ob derjenige, der die Tipps gibt, damit selbst schon Erfolge hervorgebracht hat. "Wer wirklich Zeit hat, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, dem würde ich empfehlen, sich einfach mal ein Finanzbuch zu kaufen, so langweilig und trocken wie das klingt", empfiehlt der YouTuber.

#2: Passiv Vermögen aufbauen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Thomas von "Finanzfluss" erklärt, warum es sicht lohnt, langfristig in Aktien zu investieren

ETF - Börsengehandelte Fonds
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Das klingt erst einmal sperrig, aber passiv zu investieren heißt, ihr kauft nicht einzelne Aktien, sondern Anteile von einem großen Aktienbündel, aus allen Teilen der Welt und allen Branchen. ETFs (Exchange Traded Funds) heißen diese Fonds, die ganze Märkte abbilden. Sie steigen und fallen im Wert genauso wie zum Beispiel die europäische Wirtschaft. Thomas hat beispielsweise ETFs, die die Wirtschaft der Industrie- und Schwellenländer abbilden.

Weitere Informationen

ETF-Sparplan

Bei ETF-Sparplänen zahlt ihr monatlich einen kleinen Betrag ein (bei den meisten Banken geht es ab 50 Euro pro Monat los) und baut damit langsam Vermögen auf. Das Risiko ist geringer, weil ihr nicht von der Entwicklung einzelner Unternehmen abhängt. Die laufenden Kosten sind übrigens fast zu vernachlässigen, weil ETFs von Software geführt werden. ETF-Sparpläne können flexibel gestoppt und wieder aufgenommen werden.

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#3: Einfach anfangen

Zwar gibt es auch Planspiele oder die Möglichkeit, Musterdepots anzulegen, doch davon rät Thomas eher ab. "Ich bin davon kein Fan, weil man mit Spielgeld anders umgeht, als mit seinem echten Geld", sagt er. Wer Erfahrungen sammeln will: Günstige Depots, mit denen man anfangen kann in ETFs zu investieren, gibt es schon ab etwa 25 Euro.

#4: Selber machen

"Viele junge Leute haben keinen Bock mehr auf Bank- und Vermögensberater, bei denen man nicht mehr versteht, was in den verklauselten Papieren drin steht", weiß Thomas. Mit seinen Inhalten will er Menschen dabei unterstützen, die Fainanzbranche besser zu verstehen und eigene finanzielle Entscheidungen zu treffen.

Trotzdem kann man Vorsorge und Vermögensaufbau auch in fremde Hände geben. Wer Hilfe braucht, sollte möglichst einen Honorarberater suchen, rät Thomas. Dabei bezahlt man für die Beratung, wird aber objektiv beraten. Bei Maklern, Vertretern oder Bankberatern kostet zwar die Beratung nichts, diese haben aber ein Interesse daran, ein Produkt zu verkaufen, um Provision zu kassieren.

#5: Nicht die Nerven verlieren

"An der Börse muss man einen langen Atem haben", sagt Thomas. "Weil man permanent einen Kurs von jeder Aktie hat, der sich sekündlich ändert, sieht das so stressig und schnelllebig aus." Und es kann auch mal Jahre geben, in denen es 15 Prozent ins Minus geht. Wer aber langfristig in Aktien investiere, habe gute Chancen, positive Renditen zu machen. "In den meisten Studien kommt raus, dass es keine Anlageklasse gibt, die an Aktien rankommen, weder Immobilien noch Gold", so der YouTuber.

Sendung: YOU FM, Worktime, 23.09.19, 11:00 Uhr

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