Mann sitzt auf einer Bank und putzt sich die Nase
Regelmäßiges Händewaschen hilft, um Keime nicht weiter zu verteilen, rät Arztin Nicola Pomhoff. Bild © Colourbox.de

Kaum wird es kalt, haben alle um einen herum eine Schniefnase. Was wirklich hilft, wenn ihr euch nicht anstecken wollt und was überhaupt nichts bringt - wir haben mit einer Ärztin darüber gesprochen.

Desinfizieren, Türklinken meiden, Lüften - es gibt viele Tipps, die gegen eine Ansteckung helfen sollen. Wir haben mit Hausärztin Nicola Pomhoff aus Frankfurt darüber gesprochen, hinter welchen Ratschlägen wirklich etwas steckt. Ihr grundsätzlicher Hinweis: Oft hilft Händewaschen. Das sollte man aber möglichst gründlich machen, also ordentlich einseifen und abspülen - vor allem auch zwischen den Fingern.

Wenn ihr euch schon immer gefragt habt, wie lange man eigentlich die Hände waschen sollte: Eine Studie der Uni Regensburg hat ergeben, dass man während des Händewaschens zweimal Happy Birthday summen sollte. So kommt man auf etwa 30 Sekunden Waschzeit und hat 99 Prozent der Keime abgewaschen.

Folgende Fragen haben wir für euch gecheckt:

Wenn man sich nicht anstecken möchte, hilft es:

... Türgriffe zu meiden?

"Nein, das macht gar keinen Sinn. Viel sinnvoller ist es, hinterher regelmäßig die Hände zu waschen."

... im Großraumbüro bei wechselnden Arbeitsplätzen den Schreibtisch zu desinfizieren?

"Nein, weil die Keime auch über die Luft übertragen werden und da eben auch herumfliegen. So viel desinfizieren kann man gar nicht."

Hände waschen ist in der Erkältungs-Saison wirklich wichtig. Es reicht aber Seife.
Hände waschen ist in der Erkältungs-Saison wirklich wichtig. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

... in den öffentlichen Verkehrsmitteln Türknöpfe und Haltegriffe nicht anzupacken?

"Nein, auch da gilt: Hinterher, wenn man nach Hause kommt, Hände waschen."

… in getrennten Betten schlafen, wenn der Partner krank ist?

"Ein bisschen schon, weil man dann die Viren nicht so direkt von der einen Person zur anderen abgibt."

... auf Sex zu verzichten, wenn einer von beiden krank ist?

"Ich würde eher drauf verzichten. Der Austausch von Körperflüssigkeiten beinhaltet immer auch den Austausch von Viren und Bakterien."

... die Treppe zu nehmen, statt mit vielen Leuten auf engem Raum im Fahrstuhl zu stehen?

"Auf jeden Fall, zumal die Bewegung gesund ist."

... Taschentücher von anderen nicht anzunehmen?

"Solange die Taschentücher frisch und nicht gebraucht sind, spricht nichts dagegen."

... bei Bargeld aufzupassen, weil es Viren und Bakterien übertragen kann?

"Da es durch viele Hände geht, ist Geld keimbelastet."

... zu lüften?

"Ja, weil sich in stickigen Räumen mehr Viren aufhalten."

... in die Ellenbeuge zu husten?

"Das macht tatsächlich Sinn, weil die Hände eher Krankheitserreger verbreiten. Aber auch hier gilt: Hände waschen."

Und warum sind Kinder dauernd krank?

"Weil deren Immunsystem erst lernen muss. Das hat noch nicht so viel Kontakt gehabt mit Krankheitserregern wie das Immunsystem von Erwachsenen. Die nehmen alles mit, was sie kriegen können, aber das Immunsystem lernt daraus und entwickelt gewisse Abwehrmechanismen, die es auch braucht." 

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