Menschen auf einem Konzert

Immer mehr Musiker achten auf ihren ökologischen Fußabdruck, wenn sie touren. Auch Milky Chance machen sich Gedanken über ihre Umweltbilanz und haben deshalb jetzt sogar eine sogenannte Sustainability Managerin eingestellt: Mariko. Ihr Job ist es, das Touren grüner zu machen. Im Interview hat sie erklärt, wie sie das anstellen will und was ihr tun könnt.

Billie Eilish will bei ihrer kommenden Welt-Tournee auf Plastikstrohhalme und Wegwerfbecher verzichten und Coldplay haben sogar erstmal eine Live-Pause eingelegt, weil sie erst wieder auf Tour gehen wollen, wenn sie wissen, wie sie nachhaltiger unterwegs sein können.

Auch Milky Chance haben bei ihrem Besuch bei YOU FM im November erzählt, wie sehr sie ihr Einfluss auf die Umwelt beschäftigt. Um ihre Tour nachhaltiger zu gestalten, haben sie eine eigene Sustainibility Managerin eingestellt: Mariko.

Am Anfang hat sich die Nachhaltigkeitsbeauftragte erst einmal angeschaut, wie die Ökobilanz von Milky Chance aussieht, wenn Clemens und Philipp unterwegs sind und Konzerte spielen: wie viel Strom auf einem Konzert verbraucht wird, wie viel Müll anfällt und was die Flüge ausmachen. "Wenn man dann die größten Probleme identifiziert hat, dann kann man darauf aufbauend entscheiden, wo man ansetzen kann und ganz konkret Veränderungen etablieren", erzählt Mariko im YOU FM Interview.

Grüne Forderungen im Tour-Rider

Mariko Zimmer, Nachhaltigkeitsmanagerin von Milky Chance

Eine Band, die auf Tour unterwegs ist, schickt immer einen sogenannten Tour-Rider an die Veranstalter. Darin teilen die Künstler den Veranstaltern mit, was sie brauchen. "Da ist es super easy, einen Zusatz zu seinem eigentlichen Rider zu schicken, in dem man beschreibt, dass man zum Beispiel keine Plastikflaschen Backstage möchte, dass man das Catering lokal haben möchte, dass man bei Veranstaltungshäusern spielt, die auf nachhaltigen Strom setzen", erklärt Mariko.

Zwar könne eine kleine Band keine Vorschriften machen. "Aber ich denke, je mehr Bands die Message vertreten, desto mehr Bewusstsein wird geschaffen und dann werden Veranstaltungshäuser da ein bisschen umdenken", so Mariko. Auch beim Merchandise gäbe es Möglichkeiten, zum Beispiel auf nachhaltige Mode zu setzen.

Transport als größte Herausforderung

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Susanka und Nick erfahren von Mariko, wie sie die Touren von Milky Chance grüner machen will

YOU FM Moderatoren Susanka und Nick Waben
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Das größte Problem entsteht beim Transport: Die Flüge, die die Band macht, aber auch die Strecken, die die Fans zurücklegen müssen, um zu den Konzerten zu kommen, verursachen einen großen CO2-Ausstoß, erklärt Mariko. "Ich denke, wenn man da ansetzt und Alternativen findet, kann man den größten Effekt erzielen", so die Sustainability Managerin.

Sie prüft, wo es möglich ist, Flugreisen zu streichen oder auf den Zug umzusteigen. Außerdem könne CO2 eingespart werden, indem man weniger Equipment transportiert.

Das könnt ihr als Fans tun

Auch die Fans können etwas dazu beitragen, dass die Umweltauswirkungen von Veranstaltungen geringer ausfallen: "Mit den Öffis zum Konzert fahren und vielleicht einer Band nicht hinterherfliegen, auch wenn man sie unbedingt sehen will", rät Mariko.

Manche Veranstalter haben mit den örtlichen Verkehrsbetrieben eine Vereinbarung, mit der eure Eintrittskarte am Veranstaltungstag auch eine Fahrkarte im öffentlichen Nahverkehr ist.

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 03.01.2020, 06:30 Uhr

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