Paar im Bett

Es ist eine merkwürdige Zeit: Durch die Corona-Kontaktsperre kann man einige Menschen überhaupt nicht mehr sehen und mit anderen verbringt man mehr Zeit denn je. Wie überlebt eine Beziehung, wenn man mehrere Wochen aufeinanderhängt? Und welche Möglichkeiten haben Singles? Wir haben bei Beziehungsexpertin Nina Deißler nachgefragt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Nina Deißler erklärt Susanka, worauf man aktuell achten sollte.

YOU FM Moderatorin Susanka
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"Zwei Dinge werden steigen: Die Rate der Menschen, die sich trennen und die Geburtenrate. Und ich hoffe, dass diese beiden Dinge getrennt voneinander passieren", so die Prognose von Nina Deißler, die als Flirtcoach und Beziehungsexpertin tätig ist.

Paaren rät sie: "Habt Spaß miteinander, tut irgendwas Verrücktes, habt Sex, spielt Spiele und lernt euch besser kennen." Das funktioniere zum Beispiel mit Kartenspielen, die Fragen beinhalten, um sich näher zu kommen. "Da sind sehr spannende Sachen dabei, die du deinen Partner wahrscheinlich noch nie gefragt hast", weiß die Beziehungsexpertin.

"Das hat eine irre Wirkung"

Nina Deißler

Um das Knistern zu bewahren, auch wenn man sich den ganzen Tag in Jogginghosen begegnet, hat Nina noch einen weiteren Tipp: Schöne Musik auflegen und für die Dauer von zwei oder drei Songs nicht sprechen, sondern nur einander in die Augen schauen. Das könne dabei helfen, sich an alles Gute, was man mit dem Partner erlebt hat, zu erinnern. "Wenn man das mal so zehn Minuten gemacht hat, hat das eine irre Wirkung. Und dann bekommen die meisten Lust auf etwas Anderes. Meine Parole lautet eh: vögeln statt hamstern!"

Beim Sex produziere der Körper außerdem das Bindungshormon Oxytozin und das sorge dafür, dass man sich nicht so gerne streitet. Sollte es allerdings doch mal krachen, sei es wichtig, Verständnis zu haben. "Beharrt nicht auf eurem Standpunkt und vor allen Dingen, bleibt nicht in eurem Stolz verhaftet." Möglicherweise gehe die derzeitige Situation dem Partner mehr an die Nieren als einem selbst. "Das äußert sich nicht immer in erkennbarer Angst, sondern manchmal auch in schlechter Laune und Ruppigkeit."

Regeln fürs Homeoffice

Neben gemeinsamer Quality Time sei es aber auch wichtig, sich in Ruhe zu lassen und dem anderen seinen Freiraum zu geben. Das gelte insbesondere, wenn beide von zuhause aus arbeiten. Hier sollten feste Regeln und Zeiten vereinbart werden, in denen man konzentriert arbeiten kann. "Es ist wichtig, dass man respektiert, der andere arbeitet jetzt grade und dann haben gewisse Dinge, die nicht dringend sind, einfach zu warten."

Für Singles dagegen muss die Zeit der Kontaktsperre nicht bedeuten, dass sie niemanden kennenlernen können. Nina Deißler empfiehlt, die Zeit zu nutzen, um das eigene Online-Dating-Profil auf Vordermann zu bringen.

Virtuelles Date

Wenn ein Date zustande kommt, könne das dann auch virtuell stattfinden: Also Rechner oder Handy auf dem Tisch, Kerze an und los geht’s. "Und erzählen zu können, man hat sich in einer Zeit kennengelernt, in der das eigentlich unmöglich war, ist schon eine coole Geschichte", findet Nina. Auch ohne den anderen treffen zu können, sei es ja noch möglich, dem anderen kleine Aufmerksamkeiten zukommen zu lassen und beispielsweise ein paar Blumen zu schicken.

Überhaupt gelte das gerade für alle, so Nina: "Jetzt ist eine tolle Gelegenheit für alle – für Singles und für Paare – ihre sozialen Kontakte zu stärken und zu vertiefen und daraus soziale Beziehungen zu machen. Ruft eure Freunde an, schreibt ihnen Postkarten oder Briefe. Sagt den Menschen, an denen euch was liegt, dass sie euch wichtig sind."

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 27.03.2020, 07:00 Uhr

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