Brustkrebs Vorsorgewoche

Der Oktober ist kalt, grau und pink! Denn es ist der Brustkrebs-Awareness-Monat und auch wir von YOU FM wollen Bewusstsein schaffen. Warum ihr euch abtasten solltet und wann dafür der beste Zeitpunkt ist – die Antworten findet ihr hier.

Es geht um Brüste! Und weil wir damit jetzt eure Aufmerksamkeit haben – um Brustkrebs. Im Oktober tragen nicht nur die Stars kleine pinke Schleifen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Denn es ist Breastcancer-Awareness-Month und damit der Monat, der daran erinnert, wie viele Frauen die Diagnose Brustkrebs bekommen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Vorsorge ist ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Brustkrebs

pinke Schleifen sollen Aufmerksamkeit für Brustkrebs schaffen
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Allein in Deutschland sind das nach Angaben des Robert Koch-Instituts fast 70.000 Frauen im Jahr, dazu kommen noch rund 700 Männer, die betroffen sind. 18.000 Menschen sterben an der Erkrankung.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsform bei Frauen – jede Achte erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Sie alle sind Freundinnen, Schwestern, Tanten, Mütter – kurz: eine von uns. Aber Brustkrebs ist, wenn er früh erkrankt wird, gut therapierbar. Wichtig dafür ist die jährliche Vorsorge bei der Frauenärzt*in und das eigene Abtasten.

Tipps zur Selbstuntersuchung

Aber wie das genau funktioniert und wann der beste Zeitpunkt dafür ist, das wissen nur die Wenigsten. Dr. Katja Keller ist Frauenärztin und hat uns die wichtigstens Tipps verraten.

Weitere Informationen

So untersucht ihr eure Brüste

1. Stellt euch vor den Spiegel, lasst die Arme neben dem Körper hängen und betrachtet eure Brüste: Gibt es Einziehungen oder Unterschiede in Größe, Form oder Farbe? Überprüft das gleiche, indem ihr anschließend die Arme in die Hüfte stemmt und sie über den Kopf streckt.
2. Zum Abtasten eurer rechten Brust nehmt ihr sie in die rechte Hand und tastet mit der linken Hand rundherum das Gewebe ab. Dazu müsst ihr leichten Druck mit euren Fingern ausüben. Dann nehmt ihr eure Brustwarze zwischen zwei Finger, drückt sie leicht zusammen und achtet darauf, ob die Brust Flüssigkeit absondert oder eine Verhärtung zu spüren ist.
3. Zum Schluss legt ihr euch hin, nehmt den Arm nach oben und tastet eure Achselhöhle nach Verhärtungen oder Knubbeln ab. Auch die Brust solltet ihr im Liegen noch einmal abtasten.
Wichtig: Die Selbstuntersuchung eurer Brüste ist kein Ersatz für den Vorsorgetermin bei der Gynäkologin oder beim Gynäkologen.

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Besonders wichtig ist eine gewisse Routine: "Wer regelmäßig die eigene Brust abtastet, lernt sie am besten kennen", sagt die Gynäkologin. Sie empfiehlt, einmal im Monat nach der Periode die eigene Brust genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ihr Tipp: Das Abtasten direkt nach dem Frauenarztbesuch wiederholen. Dann weiß man, wie sich eine Brust ohne Auffälligkeiten anfühlt. "So lernt man die Knoten und Knübbelchen kennen, die man einfach hat, aber merkt auch, wenn ein neuer dazu kommt, der sich härter und fester anfühlt", erklärt Dr. Keller.

Beim Abtasten solltet ihr außerdem darauf achten, ob die Veränderungen an beiden Brüsten oder zyklusabhängig jeden Monat auftreten, so die Frauenärztin. Auffälligkeiten, die plötzlich, nur an einer Brust auftauchen und nicht wieder verschwinden, sollten von eurer Frauenärztin oder eurem Frauenarzt beurteilt werden.

Das steckt hinter dem Jolie-Effekt

Imago Jolie

Mit pinken Haaren wie Joe Jonas oder mit einer kleinen Schleife wie Bebe Rexha machen auch die Stars auf das Thema aufmerksam. Und das bringt tatsächlich was. Das hat Angelina Jolie gezeigt. Die Schauspielerin hat sich vorsorglich ihre Brüste amputieren und dann noch die Eierstöcke entfernen lassen. Der Grund: Durch eine Genveränderung hatte sie ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken. In Jolies Familie sind neben ihrer Mutter zuvor mehrere Frauen an Krebs erkrankt und daran gestorben.

Zitat
„Ich kann meinen Kindern sagen, dass sie nicht zu befürchten brauchen, mich an den Brustkrebs zu verlieren.“ Zitat von Angelina Jolie
Zitat Ende

In einem Bericht für die New York Times schrieb Jolie darüber und erzählte, dass sie eine defekte Variante eines Gens namens BRCA1 in sich trage. Ärzt*innen haben sie daraufhin infomiert, dass ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken bei 87 Prozent liege.

Brustkrebserkrankungen selten genetisch bedingt

Forscher*innen haben, nachdem die Schauspielerin ihre Entscheidung öffentlich gemacht und für diese Form der Krebserkrankungen sensibilisiert hatte, einen Anstieg der Vorsorgeuntersuchungen aber auch der vorsorglichen Amputationen festgestellt und sprechen deshalb vom sogenannten Jolie-Effekt. Wichtig aber ist, dass nur ein Prozent der Brustkrebserkrankungen genetisch bedingt ist.

Sendung: YOU FM, Good Morning Show, 26.10.2020, 7:00 Uhr

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