YOU FM Besserbechern: Bambusbecher
Diesen YOU FM Thermobecher könnt ihr gewinnen, wenn ihr bei unserer Challenge mitmacht. Bild © Andreas Frommknecht, YOU FM

Einwegbecher verursachen unnötigen Müll und können nur schwer recycelt werden. Deswegen wollen wir mit euch innerhalb von sechs Wochen so viele Einwegbecher wie möglich sparen. Warum wir diese Aktion machen und was dahinter steckt, erklären wir euch hier.

Woraus bestehen Einwegbecher?

Einwegbecher müssen mit viel Energie hergestellt und transportiert werden. Dabei werden sie nur 15 Minuten benutzt. Solange dauert es im Durchschnitt bis ihr euren Coffee to go ausgetrunken habt. Danach landet der Becher im Müll. Die meisten Einwegbecher bestehen aus Pappe und sind innen mit einer Kunststoffschicht überzogen. Dadurch lassen sich die Becher nicht recyceln. Sie gehören weder ins Altpapier, noch in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack. Pappbecher müssen über den Restmüll entsorgt werden. Das heißt: Sie werden nach nur kurzer Zeit verbrannt und die eingesetzten Rohstoffe gehen verloren.

Wie hoch ist der Einwegbecher-Verbrauch?

Es gibt keine belastbaren Zahlen, aber eine Schätzung der Deutschen Umwelthilfe aus dem Jahr 2015 geht davon aus, dass wir in Deutschland rund 2,8 Milliarden Coffee to go Becher im Jahr verbrauchen – oder anders gesagt: Jeder Deutsche verbraucht 34 Einwegbecher im Jahr. Allerdings basiert diese Zahl auf Hochrechnungen unterschiedlicher Untersuchungen. Sie muss daher als Schätzung angesehen werden und lässt sich deswegen auch nicht 1:1 auf Hessen umrechnen. Auch weil der Verbrauch von Einwegbechern in Großstädten tendenziell höher ist, als auf dem Land oder in Kleinstädten. Das hat eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstitut TNS Emnid für die Stadt Berlin ergeben.

Außerdem wirken die Berechnungen der Umwelthilfe sehr hoch, wenn man ihnen Zahlen des Deutschen Kaffeeverbandes gegenüber stellt. Eine repräsentative Studie des Kaffeeverbandes ergab, dass in Deutschland pro Kopf und Jahr 164 Liter Kaffee getrunken werden. Davon werden laut dieser Studie aber nur 1,22 Prozent unterwegs gekauft und konsumiert – also potenziell in einen Einwegbecher gefüllt. Bei einer Bechergröße von 0,3 Litern – dieselbe Größe hat die Umwelthilfe für ihre Berechnungen genutzt – kommt man nur noch auf sieben Einwegbecher pro Person. Auch diese Zahl ist nur eine Mutmaßung. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Einwegbecher verursachen Müll?

Es gibt unterschiedliche Angaben dazu, wie viel Müll durch Einwegbecher erzeugt wird. Die Umwelthilfe geht aufgrund ihrer Berechnungen von 40.000 Tonnen pro Jahr aus - nur für Coffee to go Becher. Eine Erhebung des Umweltbundesamtes für das Jahr 2015 kommt auf 110.000 Tonnen. Diese Zahl beinhaltet allerdings jede Art von Einwegbechern.

Das gesamte Müllaufkommen durch Haushaltsabfälle in Deutschland ist übrigens um ein vielfaches größer (2015: 51,6 Mio. Tonnen). Doch auch wenn Einwegbecher nur einen Bruchteil des gesamten Mülls ausmachen, belasten sie die Umwelt mehr als anderer Müll: Denn Einwegbecher werden vor allem unterwegs benutzt. Genauso schnell wie man sie kauft, will man sie wieder loswerden. Viele Becher landen dann aber in der falschen oder sogar in gar keiner Mülltonne – sie werden achtlos weggeworfen und verschmutzen die Umwelt.

Sind Mehrwegbecher besser?

Vorausgesetzt sie werden oft genug benutzt, trifft das zu. Die Deutsche Umwelthilfe geht davon aus, dass ein wiederverwendbarer Kunststoffbecher schon nach 20-30 Einsätzen besser ist, als das Einwegmodell. Ein Thermobecher aus Edelstahl braucht dagegen bis zu 60 Einsätze bis er den Energieaufwand der Herstellung rechtfertigt, so zumindest Berechnungen des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie.

Entscheidend ist also, dass die Mehrwegbecher möglichst oft benutzt werden und nicht aus Bequemlichkeit im Küchenschrank landen. Auch energiesparendes Spülen trägt dazu bei, dass die Umweltbilanz positiv ausfällt. Fazit: Je öfter ihr euren Mehrwegbecher statt eines Papp- oder Plastikbechers benutzt, desto besser!

Anfangen ist wichtig!

Wir verursachen alle zu viel umweltbelastenden Müll. Auf einen Papp- oder Plastikbecher zu verzichten, ist ein Anfang. Was wir vor allem mit der Aktion bewirken wollen, ist: ein Verständnis dafür wecken, dass Umweltschutz und Umweltbewusstsein im Kopf anfängt. Wir wollen zum Umdenken anregen und geben mit der Challenge einen Impuls, auf Einwegbecher zu verzichten. Für viele ist es vielleicht der erste Schritt, sich aktiv für ihre Umwelt einzusetzen.

Darum freuen wir uns über jeden YOU FM Besserbecherer, der sich an unserer Challenge beteiligt und damit an die Umwelt denkt.

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 04.03.2019, 05:30 Uhr

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