Housesitting

Norman und Janina leben in fremden Betten – mal in Schottland oder in Frankreich – und mal im Odenwald. Eine eigene Wohnung haben sie nicht. Seit neun Monaten passen sie auf Häuser auf, wenn die eigentlichen Bewohner nicht da sind: Housesitting. Über ein Leben als Aufpass-Nomade.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Norman und Janina: ihr krassestes Erlebnis als Housesitter

Housesitting
Ende des Audiobeitrags

Es gibt Leute, die haben Geld und schöne Häuser – trotzdem müssen sie auf ihren Traumurlaub verzichten, weil sie ein Haustier haben. Denn eine Wanderung in Nepal oder der Trip nach Australien wäre zu viel für Waldi. "Ich nenne es ganz gerne Petsitting", sagt Janina deshalb.

Sie und Norman haben ihre Jobs aufgegeben, um ein Jahr lang auf Weltreise zu gehen. Danach war immer noch etwas von ihrem Ersparten übrig. Warum also nicht das süße Leben verlängern und als Housesitter umherziehen? "Man spart sich quasi die Miete und kommt rum", bringt es Norman auf den Punkt.

In fremder Leute Villen hausen

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Nicht alle, aber doch einige Häuser machen echt was her. Norman und Janina waren schon in Schottland, Irland und Südfrankreich. Derzeit sitten sie im Odenwald und danach geht's nach Rumänien.

Die Hausbesitzer zeigen auf Online-Plattformen wie trustedhousesitter.com und minmyhouse.com, worauf ihr euch als Housesitter freuen könnt. Die Ansprüche an alle, die auf fremde Häuser aufpassen wollen, sind allerdings recht hoch.

Weitere Informationen

Ein Tipp für angehende Housesitter

Janina und Norman suchen immer Housesitter-Jobs für drei bis sechs Wochen. Beide arbeiten von "zuhause" aus,"das ist schwierig, wenn man alle zwei Wochen den Ort wechselt." Außerdem muss man in jedem Haus von Neuem nach dem Besteck suchen.

Ende der weiteren Informationen

Das müssen Houssitter mitbringen

Ohne eine Registrierung mit Perso läuft nichts, so Norman im Interview mit YOU FM. Neben einem gewissen Verantwortungsbewusstsein sei auch soziale Kompetenz gefragt.

Die Hausbesitzer wollen eine richtige Bewerbung sehen. "Manche sagen direkt nach ein paar Mal E-Mail hin und her schreiben zu, manche wollen skypen und dann kriegt man aus der Ferne die Zusage", erklärt Janina.

Nur etwas für echte Tierfreunde

Housesitting

Housesitter müssen sich in ihrem fremden Domizil um den Haushalt kümmern. Vor allem aber sind die Haustiere zu pflegen. "In 95 Prozent der Fälle hast du immer ein Haustier dabei", sagt Janina. Als Katzenmensch wurde ihr bei Hunden anfangs etwas mulmig. Die Tiere seien aber so lieb, dass sie inzwischen zur echten Hundenärrin geworden sei, sagt sie im Interview.

Und wie ist das mit den Finanzen?

Ein fester Job ist für's Housesitting eher suboptimal – Geld gibt es für das Aufpassen aber auch keins. Also verfügt ihr entweder über genügend Ersparnisse oder ihr habt einen Homeofficejob, der für das notwendige Kleingeld sorgt. "Mit 500 Euro im Monat kommt man gut über die Runden", meint Norman.

"Im Endeffekt sind wir an irgendweiner Stelle out of money und dann müssen wir halt wieder arbeiten gehen", zieht Norman sein Fazit. Aber wenigstens hat er bis dahin eine Menge gesehen.

Sendung: YOU FM, Die beste Morningshow der Welt, 07.06.2019, 06.00 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt

Webstreams

voting voting

Du bestimmst die YOU FM Playlist und hörst, was du wirklich hören willst.

Dein Song-Feedback
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit