Zwei Hände formen ein Herz
Die große Liebe zu finden, ist gar nicht so einfach. Bild © Mayur Gala via unsplash.com

Rechts wischen, matchen, mit nachhause nehmen - Tinder ist aus der Datingwelt nicht mehr wegzudenken. Zum 5. Jahrestag hat YOU FM für euch die erstaunlichsten Facts über Tinder gesammelt.

Ein Wisch nach links - next. Ein Wisch nach rechts - du darfst bleiben. Vielleicht sogar über Nacht. Tinder hat das Daten mit seiner Einfachheit revolutioniert. Wo vorher Onlineportale ellenlange Listen abgefragt haben, entscheidet jetzt wieder der erste Eindruck. Ein lockerer Spruch, ein cooles Profilbild und schon kann gematcht werden was das Zeug hält. Fünf Jahre lang gibt es Tinder nun schon und die App ist auf vielen Single-Smartphones nicht mehr wegzudenken. Fotografen bieten extra Tinder-Profilbild-Shootings an, bei Pinterest findet man die coolsten Profiltexte und die ersten Tinder-Hochzeiten und Babies werden gefeiert. Zeit also, sich das Erfolgsmodell mal genauer anzusehen.

1. 42 Prozent aller Nutzer sind vergeben

Die Unterkörper einer Braut und eines Bräutigams sind zu sehen.
Die Guten sind verheiratet, die Schlechten aber anscheinend auch. Bild © Anne Edgar via unsplash.com

Mit der Treue ist das wohl so eine Sache... Laut einer Studie des Global Web Index sind fast die Hälfte aller Nutzer eigentlich in einer festen Beziehung oder sogar verheiratet. Ganze 44 Prozent geben aber auch an, sich mit Tinder lediglich die Zeit zu vertreiben und gar nicht wirklich an Kontakten interessiert zu sein. Oder was sie ihren Partnern sonst so erzählen, wenn diese sie beim swipen erwischen.

2. Tinderitis und die Sucht nach Matches

Ein Smartphone zeigt die Tinder-App an.
Swipe right - du interessierst mich. Bild © picture-alliance/dpa

Der Suchtfaktor der App ist nicht zu unterschätzen. Tinderitis äußert sich in aufgebrauchtem Datenvolumen, leeren Akkus und schmerzenden Fingern vom ständigen Swipen. Außerdem kann sich ein Gefühl der Leere breitmachen, wenn man ständig dem nächsten Match hinterherjagt. Hinter jedem Profil könnte sich ja vielleicht ein noch besserer Match verbergen. Wie bei allem gilt also: Maß halten und auch mal aus- und den Kopf abschalten.

3. Fixierung auf Äußerlichkeiten kann schädlich sein

Eine Frau wird professionell geschminkt.
Zuviel Zeit vor dem Spiegel tut der Seele nicht gut. Bild © Magdalena Ferreira Lamas via unsplash.com

Wer nicht den erhofften Erfolg auf Tinder erzielt, dessen Selbstbewusstsein kann nach und nach einen Knacks bekommen. Amerikanische Psychologen meinen sogar, dass Tinder-User generelle ein geringeres Selbstbewusstsein haben als Nicht-User, weil sie sich so sehr auf ihre Körper und ihr Erscheinungsbild konzentrieren.

4. Kenne die Abkürzungen

Saftige Kirsche
Verbotene Früchte gibt es auf Tinder genug. Man muss sie nur erkennen. Bild © Roksolana Zasiadko via unsplash.com

Nein,"mba" steht nicht für einen Schulabschluss, sondern für "married but available". "ons" bedeutet "One Night Stand" und "netflix and chill" ist eine nettere Umschreibung für genau die gleiche Aktivität und auch "dtf" bedeutet "down to fuck" also bereit für Sex zu sein. Eher seltener gesucht wird die "lzb" - die Langzeitbeziehung und irgendwo dazwischen pendeln die "fwb" - die "friends with benefits" rum. Alle Fragen geklärt? Bitte schön. Gern geschehen.

5. Weltweit gibt es zurzeit 50 Millionen Nutzer

Menschen sind auf einer sommerlichen Party im Freien zu sehen.
Auf einer Party erkennt man schnell, wer einem gefällt. Bild © Marvin Meyer via unsplash.com

Davon sind rund 2 Millionen Nutzer in Deutschland. Und diese erzeugen satte 22 Millionen Matches am Tag. Pro Tag wischen die Nutzer eineinhalb Milliarden Bilder nach links oder rechts.

6. Das perfekte Profilbild kostet 75 Dollar

Eine Frau im Sommerkleid
Urlaubsbilder werden immer wieder gern genommen. Bild © Joe Gardner via unsplash.com

Der New Yorker Fotograf Max Schwartz meinte das zunächst nur als Scherz und erstellte eine Fake-Seite, auf der er perfekte Tinder-Fotos bewarb. Da er aber so viele Anfragen dazu erhielt, machte er kurzerhand ein echtes Projekt daraus und verdient nun fleißig an vielen, vielen New Yorker Singles. Mehr lustige Facts wie diese findet ihr bei faktastisch.tumblr.de.

7. #ontinderattinder - Profilbild vs. Real Life

Eine Frau ist auf zwei Bilkdern zu sehen. Ein Bild zeigt ihr Profilbild bei Tinder, ein andereas sie selbst, während der Nutzung von Tinder.
Könnte auch unter dem Hashtag #fürmehrrealitätaufinstagram funktionieren - der Hype um #ontinderattinder. Bild © Nisi156 via instagram.com

Dass das Profilbild natürlich eine sehr geschönte Variante vom #reallife ist, ist uns allen klar. Unter dem Hashtag #ontinderattinder posten User bei Twitter oder Instagram sehr lustige Bilder von sich selbst. Einmal aufgebrezelt auf ihrem Tinderprofilbild und daneben ein Selfie von ihnen während des Tinderns.

8. Dumme Sprüche am Fließband

Ein Chatverlauf bei Tinder
Blöde Sprüche gibts bei Tinder gratis. Bild © Screenshot via theverge.com

Ein Hacker aus Kalifornien hat im Jahr 2015 die Programmierschnittstelle von Tinder manipuliert. Danach flirteten dutzende Männer miteinander, während sie dachten, sie sprächen mit Frauen. Mit der Aktion wollte er auf den dummen und sexistischen Umgangston einiger Männer aufmerksam machen. Viele von ihnen merkten aber gar nicht oder erst ziemlich spät, dass sie gar nicht mit einer Frau chatteten. Und so sehen diese unfreiwillig komischen Chats aus.

9. Männer wischen dreimal öfter nach rechts als Frauen

Ein Mann steht am Meer
Männer sollten sich mit ihrem Bild Mühe geben, wenn sie eine Chance bei Tinder haben wollen. Bild © Brooke Cagle via unsplash.com

Der rüde Umgangston mancher User hinterlässt wohl Spuren. Oder sind die Frauen einfach nur viel wählerischer? Nur 14% aller männlichen Profile dürfen bei den Damen jedenfalls nach rechts wandern.

10. #tinderwahnsinn und die Frage, ob der Spruch jemals funktioniert hat?

Screenshot eines dummen Anmachspruches auf Tinder.
Witze sind halt auch Geschmackssache. Bild © Screenshot tinderwahnsinn.de

Die dümmsten Anmachen, die blödesten Profilbilder - eben der ganz normale #tinderwahnsinn wird natürlich für die Nachwelt festgehalten. So kann man sich wenigstens hinterher drüber lustig machen, wenn der x-te Typ einem seine Genitalien per Foto senden möchte. Auf tinderwahnsinn.de könnt ihr weiterlachen.

11. Bots flirten für dich

Ein Roboter schaut in die Kamera.
Roboter können nicht nur für dich staubsaugen, sie übernehmen sogar das Flirten - wenn du willst. Bild © Alex Knight via unsplash.com

Du hast keine Lust auf das ewige Gewische, du möchstest irgendwie effizienter direkt mit der ersten Kontaktaufnahme die Nieten aussortieren? Kein Problem. Lass das doch einen Bot erledigen. Chatbots, Profil-Crawler oder automatische Gesichter-Analysen erhöhen deine Erfolgsaussichten - sagen die Entwickler der Apps, die sich das natürlich bezahlen lassen.

Sendung: YOU FM Morningshow, 10.08.2017, 06:05 Uhr.

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