Die NPD propagiert auf Facebook
Propaganda auf Facebook
Seit einigen Jahren nutzen Rechte die sozialen Netzwerke wie Facebook dazu, ihre Propaganda zu verbreiten. Dabei verfolgen sie vor allem ein Ziel: Neuzugang anlocken. Ihre Strategie ist dabei ebenso einfach, wie gefährlich. Auf einer emotionalen Ebene werden Nutzer angesprochen, um sie dann für die rechte Szene einzunehmen. Aktuelle, sozial und emotional aufgeladene Themen, wie Arbeitslosigkeit, Umweltthemen oder Kindesmissbrauch werden dabei besonders gerne genutzt. Rechte setzen also ganz gezielt auf Themen, die auch Nicht-Rechte User interessieren. Es werden seriös wirkende Seiten angelegt, die geliket werden können. Eine der erfolgreichsten Seiten dieser Art war vor einiger Zeit Keine Gnade für Kinderschänder. Die engere Verbindung wird dann versucht auf einer persönlichen Ebene zu knüpfen. Es wird also Propaganda auf eine ganz unterbewusste Art betrieben.
Die Anhänger der rechten Szene werden bei ihrem Vorgehen immer geschulter. Sie schaffen es, sich entlang der Nutzungsbedingungen zu bewegen, ohne gegen diese zu verstoßen. Die NPD hat beispielsweise auf ihrer Facebook-Seite den Aufruf gepostet, die eigene Freundesliste unsichtbar zu machen, um sich vor linken ,Profilspionen zu schützen, die Euch bei Facebook anschwärzen und so zu Profillöschungen beitragen. Außerdem achten die Betreiber sehr genau darauf, dass der rechte Ursprung der Seiten verborgen bleibt, weshalb auch kritische Stimmen schnell wieder gelöscht werden.