Bio
Was tun bei einer Sinn- und Schaffenskrise? Ganz einfach: Alles Misslungene verwerfen, nach Südspanien abhauen und noch einmal von vorne anfangen. So machen es zumindest die Ting Tings, als sie 2010 nicht mehr kreativ, sondern nur noch ausgebrannt sind. Verübeln kann man dies Katie White und Jules De Martino nicht, schließlich haben die beiden Briten zu diesem Zeitpunkt zwei turbulente und erfolgreiche Jahre hinter sich: 2008 landen sie in ihrer Heimat mit dem Song "That's Not My Name" und ihrem Debüt-Album "We Started Nothing" auf Platz Eins der Charts, können unter anderem einen MTV Video Music Award mit nach Hause nehmen, werden für Awards wie zum Beispiel den Grammy nominiert, spielen im Vorprogramm von Pinks US-Tour und gehen selbst auf große Welt-Tournee.
Als sich die Ting Tings 2007 in Manchester gründen, hätten sie mit diesem Erfolg nie gerechnet. Damals mieten sie sich einen heruntergekommen Keller, üben dort Songs ein und veranstalten Privatpartys, die schnell zu einem der beliebtesten Events der Stadt werden. Zudem stellen sie ihre Musik ins Internet, ihre Fan-Base wächst rasant und der Plattenvertrag lässt auch nicht lange auf sich warten.
Als große Berlin-Fans ziehen sich die Ting Tings rund drei Jahre später in einen alten Jazzclub in der Hauptstadt zurück und arbeiten an ihrem zweiten Album. Das nehmen sie fast komplett auf, sind aber total unzufrieden und verschrotten es wieder. Der Ortswechsel nach Spanien bringt Katie und Jules neue Ideen und frische Energie, herauskommt ihr zweites Album "Sounds From Nowheresville", das Ende Februar 2012 erscheint.